Kunststoffpalette 1200×800 mm Europalette Kufenpalette mit drei Kufen für Transport, Lager und Logistik
Die Kunststoffpalette 1200×800 mm 10361 ist eine leichte und wirtschaftliche Europalette für Transport, Lagerung, Produktion und innerbetriebliche Materialflüsse. Mit einem Eigengewicht von nur 11,4 kg verbindet sie eine komfortable Handhabung mit soliden Traglastwerten für zahlreiche standardisierte Logistikprozesse. Drei durchgehende Kufen sorgen für eine stabile Unterkonstruktion und ermöglichen die Aufnahme mit geeigneten Gabelstaplern und Hubwagen.
Das europäische Standardformat von 1200 x 800 mm erleichtert die Integration in bestehende Lager-, Versand- und Verpackungsabläufe. Die Palette eignet sich insbesondere für Unternehmen, die einen wiederverwendbaren Kunststoff-Ladungsträger suchen, ohne die höhere Traglastklasse oder das zusätzliche Gewicht einer schweren Industrie- oder Semi-Hygienepalette zu benötigen.
Durch ihre leichte Bauweise ist die Kunststoffpalette 10361 besonders interessant, wenn leere Paletten regelmäßig von Hand umgesetzt, innerbetrieblich bereitgestellt oder über längere Transportwege mitgeführt werden. Bei größeren Stückzahlen kann das geringere Palettengewicht die gesamte Transportmasse reduzieren und dadurch zu effizienteren Warenströmen beitragen.
Im Vergleich zu klassischen Holzpaletten ist die 10361 splitterfrei, feuchtigkeitsbeständig und frei von losen Nägeln oder hervorstehenden Metallteilen. Da sie aus Kunststoff besteht, ist für die Palette selbst keine ISPM-15-Behandlung erforderlich. Dadurch kann sie auch für internationale Transport- und Exportprozesse eine praktikable Alternative zur Holz-Europalette darstellen.
Technische Daten der Kunststoffpalette 1200×800 mm 10361
- Artikel: Kunststoffpalette 1200×800 mm / Europalette / Kufenpalette
- Artikel-Nr.: 10361
- Abmessungen: 1200 x 800 x 145 mm
- Gewicht: 11,4 kg
- Traglast statisch: 5.000 kg
- Traglast dynamisch: 1.250 kg
- Traglast Regal: 450 kg
- Unterbau: 3 durchgehende Kufen
- Farbe: schwarz
- Material: Polyethylen (PE)
- Fertigung: Spritzguss
- Ausführung: optional ohne Rand
- Unterfahrbarkeit: von zwei Seiten mit geeigneten Gabelstaplern und Hubwagen
- Typische Einsatzbereiche: Lager, Produktion, Versand, Handel, Distribution und innerbetrieblicher Transport
Die technischen Traglastwerte beziehen sich jeweils auf unterschiedliche Belastungssituationen. Sie dürfen deshalb nicht miteinander gleichgesetzt werden. Für die Auswahl einer geeigneten Palette müssen neben dem Gesamtgewicht auch die Verteilung der Last, mögliche Punktlasten, die Lagerdauer, die Temperatur, die Regalgeometrie und die eingesetzte Flurfördertechnik berücksichtigt werden.
Leichte Kunststoff-Europalette für standardisierte Warenströme
Das Format 1200 x 800 mm gehört zu den am häufigsten verwendeten Palettenabmessungen in europäischen Lager- und Transportprozessen. Dadurch lässt sich die Kunststoffpalette 10361 in viele bestehende Abläufe integrieren, beispielsweise in Wareneingang, Kommissionierung, Produktionsversorgung, Zwischenlagerung, Versandvorbereitung und Distribution.
Die 10361 ist als wirtschaftliche Standardpalette für Anwendungen positioniert, bei denen eine gute Kombination aus Eigengewicht, Belastbarkeit und Wiederverwendbarkeit gefragt ist. Sie ist leichter als viele hochbelastbare Industriepaletten und dadurch besonders handhabungsfreundlich. Gleichzeitig bietet sie mit 5.000 kg statischer Traglast und 1.250 kg dynamischer Traglast ausreichende Reserven für zahlreiche typische Ladeeinheiten.
Die Palette eignet sich für Kartons, Kisten, Behälter, verpackte Bauteile, Gebinde und andere formstabile Waren. Entscheidend ist, dass das Ladegut möglichst gleichmäßig auf der Deckfläche verteilt wird und keine unzulässig hohen lokalen Belastungen verursacht. Schmale Füße, schwere Bauteile mit kleinen Auflagepunkten oder einseitig positionierte Lasten sollten gesondert geprüft werden.
Die 10361 ist keine Schwerlast- oder Vollhygienepalette. Ihre Stärke liegt vielmehr in der effizienten Unterstützung klassischer Transport- und Lagerprozesse, in denen ein geringes Eigengewicht, zuverlässiges Handling und wirtschaftliche Mehrfachnutzung im Vordergrund stehen.
Was die drei Traglastwerte der Kunststoffpalette 10361 bedeuten
Bei Kunststoffpaletten werden üblicherweise eine statische, eine dynamische und eine Regaltraglast angegeben. Diese Werte beschreiben unterschiedliche Einsatzbedingungen. Eine Palette kann im ruhenden Zustand eine deutlich höhere Last aufnehmen als während des Transports oder bei einer Lagerung auf zwei Regalholmen.
Statische Traglast: 5.000 kg
Die statische Traglast gilt, wenn die Kunststoffpalette auf einer ausreichend ebenen, stabilen und tragfähigen Fläche steht und nicht bewegt wird. Typische Beispiele sind das Blocklager, stationäre Bereitstellflächen oder Bodenlagerplätze.
Bei der Kunststoffpalette 10361 beträgt die statische Traglast 5.000 kg. Dieser Wert setzt eine geeignete und möglichst gleichmäßige Lastverteilung voraus. Je größer die Auflagefläche des Ladeguts, desto gleichmäßiger können die auftretenden Kräfte in die Palettenkonstruktion eingeleitet werden.
Punktlasten sind gesondert zu bewerten. Schwere Maschinenkomponenten, Metallteile mit kleinen Füßen oder Behälter mit schmalen Auflageflächen können lokal eine deutlich höhere Beanspruchung verursachen als eine flächig verteilte Last mit demselben Gesamtgewicht. In solchen Fällen können zusätzliche Lastverteilplatten oder geeignete Zwischenlagen erforderlich sein.
Dynamische Traglast: 1.250 kg
Die dynamische Traglast beschreibt die zulässige Belastung, während die Palette mit einem geeigneten Gabelstapler, Hubwagen oder anderer geeigneter Flurfördertechnik bewegt wird. Beim Anheben, Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfahren und Absetzen entstehen zusätzliche Kräfte, die bei einer ruhenden Palette nicht auftreten.
Die dynamische Traglast der 10361 beträgt 1.250 kg. Damit eignet sich die Palette für zahlreiche typische Warenströme in Produktion, Lager und Versand. Voraussetzung ist, dass die Last stabil aufgebaut, gleichmäßig verteilt und für den Transport ausreichend gesichert ist.
Neben dem Palettengewicht beeinflussen auch Fahrgeschwindigkeit, Bodenbeschaffenheit, Rampen, Schwellen, Schwerpunkt und Gabelposition die tatsächliche Beanspruchung. Gabelzinken sollten möglichst vollständig und gleichmäßig unter die Palette eingeführt werden. Eine nur teilweise oder außermittige Aufnahme kann Palette und Ladegut zusätzlich belasten.
Regaltraglast: 450 kg
Die Regaltraglast ist relevant, wenn die Palette in einem Palettenregal eingesetzt und nur auf zwei Auflagelinien abgestützt wird. Im Gegensatz zur vollflächigen Bodenlagerung ist der mittlere Bereich der Palette dabei frei gespannt. Unter Last kann es deshalb zu einer stärkeren Durchbiegung kommen.
Bei der Kunststoffpalette 10361 beträgt die angegebene Regaltraglast 450 kg. Dieser Wert gilt unter geeigneten Auflagebedingungen und bei gleichmäßiger Lastverteilung. Für den konkreten Regaleinsatz müssen unter anderem Holmabstand, Auflagentiefe, Regaltyp, Lagerdauer, Temperatur und Schwerpunkt der Ladeeinheit berücksichtigt werden.
Für schwere Dauerlasten, automatisierte Hochregallager oder besonders große Holmabstände kann eine Palette mit höherer Regaltraglast besser geeignet sein. Die tatsächliche Eignung sollte deshalb immer anhand des vorhandenen Regalsystems und der vollständigen Ladeeinheit geprüft werden.
Vorteile des geringen Eigengewichts von 11,4 kg
Mit einem Eigengewicht von nur 11,4 kg gehört die Kunststoffpalette 10361 zu den leichteren Kufenpaletten im Euro-Format. Das erleichtert insbesondere die Handhabung leerer Paletten. Mitarbeiter können einzelne Paletten einfacher umsetzen, bereitstellen oder stapeln als deutlich schwerere Industriepaletten.
Das reduzierte Gewicht ist auch für Transportprozesse relevant. Bei jeder Sendung wird neben dem eigentlichen Ladegut auch das Gewicht des Ladungsträgers transportiert. Werden zahlreiche Paletten gleichzeitig eingesetzt, kann sich die Gewichtsdifferenz gegenüber schwereren Palettentypen deutlich summieren.
Für Luftfracht, regelmäßige Rückführungen oder innerbetriebliche Umläufe kann ein niedrigeres Palettengewicht daher wirtschaftliche Vorteile bieten. Gleichzeitig bleibt die 10361 durch ihre Drei-Kufen-Konstruktion stabil genug für zahlreiche Standardanwendungen.
Ein geringes Eigengewicht ersetzt jedoch keine anwendungsbezogene Auswahl. Für sehr hohe Regalbelastungen, schwere Punktlasten oder besonders anspruchsvolle Mehrwegprozesse kann eine schwerere, stärker verstärkte Palette erforderlich sein. Die 10361 ist vor allem dann wirtschaftlich, wenn ihre Traglastklasse zum tatsächlichen Ladegewicht passt.
Drei durchgehende Kufen für Gabelstapler und Hubwagen
Der Unterbau der Kunststoffpalette 10361 besteht aus drei durchgehenden Kufen. Diese Konstruktion verleiht der Palette eine stabile Basis und unterstützt eine gleichmäßige Kraftübertragung zwischen Oberdeck, Ladegut und Untergrund.
Die Palette kann von zwei Seiten mit geeigneten Gabelstaplern und Hubwagen aufgenommen werden. Vor dem Einsatz sollten Gabelabstand, Gabellänge, Unterfahrhöhe und Tragfähigkeit des Flurförderzeugs geprüft werden. Besonders bei beladenen Paletten müssen die Gabelzinken ausreichend weit eingeführt und möglichst mittig positioniert werden.
Die durchgehenden Kufen bieten Vorteile bei Bodenlagerung, Blocklagerung und Transport. Sie schaffen eine definierte Auflagefläche und reduzieren gegenüber einzelnen Füßen die Anzahl punktueller Kontaktstellen zum Untergrund.
Für automatische Fördertechnik reicht das Standardformat allein nicht als Kompatibilitätsnachweis aus. Bei Rollenbahnen, Kettenförderern, Palettenmagazinen oder automatisierten Übergabestationen müssen zusätzlich Kufenposition, Deckgeometrie, Unterfahrhöhe, Durchbiegung und Sensorerkennung geprüft werden.
Material und Fertigung aus Polyethylen
Die Kunststoffpalette 10361 wird im Spritzgussverfahren aus Polyethylen gefertigt. Bei der Spritzgussproduktion wird erwärmter Kunststoff unter Druck in ein Formwerkzeug eingebracht. Dadurch entsteht eine reproduzierbare Geometrie mit definierten Abmessungen, Kufen und Verstärkungsbereichen.
Gleichbleibende Abmessungen sind in standardisierten Warenströmen ein wichtiger Vorteil. Während gebrauchte Holzpaletten durch Feuchtigkeit, beschädigte Bretter oder Reparaturen Unterschiede aufweisen können, besitzen Kunststoffpaletten innerhalb einer Baureihe eine weitgehend einheitliche Form.
Polyethylen ist feuchtigkeitsbeständig und nimmt kein Wasser in der für Holz typischen Weise auf. Die Palette quillt bei Nässe nicht auf und erhöht ihr Gewicht nicht durch Wasseraufnahme. Das ist insbesondere bei Außenbereichen, feuchten Lagerzonen, Seefracht oder wechselnden klimatischen Bedingungen von Vorteil.
Das Material ist gegenüber zahlreichen im industriellen Alltag vorkommenden Reinigungsmitteln, Ölen und Fetten beständig. Die konkrete chemische Beständigkeit hängt jedoch von Medium, Konzentration, Temperatur und Einwirkdauer ab. Bei kritischen Chemikalien oder dauerhaftem Medienkontakt sollte die Eignung individuell geprüft werden.
Die schwarze Ausführung ist für robuste Lager- und Transportprozesse vorgesehen und UV-stabilisiert. Eine UV-Stabilisierung kann die Beständigkeit bei zeitweiser Außenlagerung verbessern, verhindert aber keine unbegrenzte Alterung bei dauerhafter Sonneneinstrahlung. Die Nutzungsdauer hängt immer von Belastung, Temperatur, Witterung und sachgemäßer Handhabung ab.
Vorteile gegenüber klassischen Holzpaletten
Kunststoff- und Holzpaletten erfüllen in vielen Bereichen dieselbe Grundfunktion: Sie bilden eine tragfähige Basis für Lagerung, Transport und Umschlag. In Bezug auf Sauberkeit, Feuchtigkeit und reproduzierbare Abmessungen bietet die Kunststoffpalette 10361 jedoch verschiedene Vorteile.
- splitterfreie Oberfläche und dadurch sicheres Handling
- keine losen Nägel oder hervorstehenden Metallteile
- keine Wasseraufnahme und kein Aufquellen wie bei Holz
- witterungs- und feuchtigkeitsbeständige Konstruktion
- gleichbleibende Abmessungen und reproduzierbare Geometrie
- vergleichsweise geringes Eigengewicht von 11,4 kg
- leichter zu reinigen als viele raue oder beschädigte Holzoberflächen
- wiederverwendbar in geeigneten Umlaufprozessen
- keine ISPM-15-Holzbehandlung für die Kunststoffpalette erforderlich
- keine Materialspäne oder Holzabrieb im Lager- und Produktionsumfeld
Ob Kunststoff oder Holz wirtschaftlicher ist, hängt vom jeweiligen Prozess ab. Für einmalige Kurzstreckentransporte kann eine einfache Holz- oder Einwegpalette ausreichen. Bei wiederkehrenden Umläufen, feuchten Bedingungen, Exporten oder sauberen Produktionsbereichen kann eine Kunststoffpalette langfristig Vorteile bieten.
Export ohne ISPM-15-Behandlung der Kunststoffpalette
Bei internationalen Transporten ist die Behandlung von Verpackungsmaterial aus Rohholz ein wichtiges Thema. Der internationale Standard ISPM 15 legt phytosanitäre Anforderungen für Holzverpackungsmaterial im grenzüberschreitenden Warenverkehr fest.
Da die Kunststoffpalette 10361 nicht aus Holz besteht, benötigt die Palette selbst keine entsprechende Hitzebehandlung oder Begasung. Das kann Exportprozesse vereinfachen und das Risiko vermeiden, dass eine Palette aufgrund einer fehlenden oder unleserlichen Holzkennzeichnung beanstandet wird.
Die vollständige Exportverpackung muss dennoch zur Ware, zum Zielland und zur Transportart passen. Werden zusätzlich Holzkisten, Holzrahmen oder andere Bestandteile aus Rohholz eingesetzt, können für diese Komponenten weiterhin ISPM-15-Anforderungen gelten.
Neben regulatorischen Aspekten bietet Kunststoff bei internationalen Transporten Vorteile bei Feuchtigkeit und wechselnden Klimabedingungen. Die Palette nimmt kein Wasser auf und verändert dadurch weder ihr Gewicht noch ihre Abmessungen in der für Holz typischen Weise.
Stapelbarkeit, Lagerung und Rückführung leerer Paletten
Leere Kunststoffpaletten 10361 können platzsparend übereinandergestapelt werden. Das erleichtert die Bevorratung im Lager und reduziert den Flächenbedarf in Pufferzonen, Versandbereichen oder bei der Rückführung leerer Ladungsträger.
Durch das geringe Eigengewicht lassen sich Leerpalettenstapel einfacher handhaben als vergleichbare Stapel aus schweren Industriepaletten. Dennoch müssen Stapelhöhe, Bodenebenheit und betriebliche Sicherheitsvorgaben berücksichtigt werden. Hohe Palettenstapel können bei unsachgemäßer Handhabung oder einem unebenen Untergrund instabil werden.
In Mehrwegsystemen sollten Paletten regelmäßig kontrolliert werden. Sichtbare Risse, beschädigte Kufen, starke Verformungen oder andere Beeinträchtigungen können die Tragfähigkeit reduzieren. Beschädigte Paletten sollten deshalb aussortiert und nicht ohne Prüfung weiterverwendet werden.
Eine strukturierte Rückführungslogistik umfasst neben der Stapelung auch Kennzeichnung, Reinigung, Schadensprüfung, Bestandsführung und rechtzeitige Bereitstellung. Das reproduzierbare Format der Kunststoffpalette unterstützt dabei standardisierte Abläufe.
Typische Einsatzbereiche der Kunststoffpalette 10361
Lager und Distribution
In Lagern und Distributionszentren werden Paletten für Wareneingang, Kommissionierung, Zwischenlagerung und Versand eingesetzt. Die Kunststoffpalette 10361 bietet hierfür ein standardisiertes Euro-Format, eine stabile Kufenbasis und ein geringes Eigengewicht.
Sie eignet sich besonders für gleichmäßig verteilte Kartonware, stabile Kisten, Behälter und verpackte Konsum- oder Industriegüter. Bei einer Regallagerung ist die Regaltraglast von 450 kg zu berücksichtigen.
Produktion und innerbetriebliche Logistik
In Produktionsbetrieben dienen Paletten der Versorgung von Fertigungslinien, dem Transport von Rohstoffen und Verpackungen sowie der Bereitstellung von Halbfertig- und Fertigwaren. Die 10361 lässt sich aufgrund ihres geringen Gewichts einfach in wiederkehrende interne Materialflüsse integrieren.
Die splitterfreie Ausführung kann insbesondere in sauberen Produktionsbereichen von Vorteil sein. Für empfindliche Bauteile oder kleine Verpackungseinheiten können zusätzliche Auflagen oder Zwischenlagen sinnvoll sein.
Handel und Warenbereitstellung
Im Großhandel, Einzelhandel und in der Distribution müssen Waren häufig kurzfristig bereitgestellt, umgelagert oder kommissioniert werden. Die leichte Kunststoffpalette erleichtert das Umsetzen leerer Ladungsträger und kann in standardisierten Versandprozessen mehrfach verwendet werden.
Durch ihre Feuchtigkeitsbeständigkeit eignet sie sich auch für Bereiche, in denen wechselnde Umgebungsbedingungen auftreten oder Paletten zeitweise im Außenbereich bereitgestellt werden.
Automotive und Maschinenbau
In Automotive- und Maschinenbauprozessen werden häufig Kartons, Kleinladungsträger, Ersatzteile und verpackte Komponenten bewegt. Die 10361 kann eine wirtschaftliche Basis für leichtere bis mittelschwere Ladeeinheiten bilden.
Bei schweren Metallteilen, kleinen Auflageflächen oder definierten Bauteilaufnahmen muss die Lastverteilung besonders geprüft werden. Gegebenenfalls können Kunststoffplatten, Zwischenlagen oder kundenspezifische Auflagen die Kräfte besser verteilen.
Export- und Versandlogistik
Für internationale Lieferketten bietet die Kunststoffpalette den Vorteil, dass sie selbst keine ISPM-15-Holzbehandlung benötigt. Ihr geringes Eigengewicht ist zudem für Transportarten interessant, bei denen jedes zusätzliche Kilogramm berücksichtigt werden muss.
Die 10361 kann für LKW-Transporte, Luftfracht, Seefracht und kombinierte Transportketten eingesetzt werden, sofern Traglast, Verpackung und Ladungssicherung auf die jeweilige Anwendung abgestimmt sind.
Ladungssicherung auf der Kunststoffpalette
Die Palette bildet die Basis einer Ladeeinheit, ersetzt jedoch keine fachgerechte Ladungssicherung. Ladegut, Verpackung, Schwerpunkt, Stapelhöhe, Reibwerte und Transportbedingungen müssen gemeinsam betrachtet werden.
Je nach Ware können Stretchfolie, Umreifung, Kantenschutz, Gurte oder rutschhemmende Zwischenlagen erforderlich sein. Der sichere Aufbau muss verhindern, dass Waren beim Anheben, Bremsen oder Kurvenfahren verrutschen, kippen oder von der Palette fallen.
Für kleinere Verpackungseinheiten oder Waren mit empfindlicher Unterseite können Kunststoff-Zwischenlagen und Trennblätter verwendet werden. Sie können die Auflagefläche vergrößern, Warenlagen trennen und Kräfte gleichmäßiger verteilen.
Bei Ladeeinheiten, die eine seitliche Begrenzung benötigen, können geeignete Kunststoff-Aufsatzrahmen im Format 1200×800 mm geprüft werden. Die Kompatibilität mit Palettenausführung, Ladegut und geplantem Stapelkonzept muss vor dem Einsatz sichergestellt werden.
Unterschied zu den Semi-Hygienepaletten 10367 und 10369
Die Kunststoffpalette 10361 ist eine leichte Standard-Kufenpalette für klassische Transport-, Lager- und Produktionsprozesse. Die Semi-Hygienepaletten 10367 mit offenem Deck und 10369 mit geschlossenem Deck sind schwerer und für höhere Belastungen ausgelegt.
Die 10361 bietet eine statische Traglast von 5.000 kg, eine dynamische Traglast von 1.250 kg und eine Regaltraglast von 450 kg. Die Modelle 10367 und 10369 erreichen jeweils höhere Traglastwerte und sind daher für anspruchsvollere industrielle Anwendungen oder höhere Regalbelastungen besser geeignet.
Der wesentliche Vorteil der 10361 liegt im geringeren Eigengewicht von 11,4 kg. Dadurch ist sie einfacher zu handhaben und kann insbesondere bei großen Stückzahlen das Transportgewicht reduzieren. Unternehmen sollten deshalb nicht automatisch die Palette mit der höchsten Traglast auswählen, sondern die Ausführung, die zum tatsächlichen Ladegewicht und Prozess passt.
Die 10367 ist interessant, wenn hohe Traglast, ein offenes Deck und ein Stapelrand benötigt werden. Die 10369 bietet zusätzlich eine geschlossene Auflagefläche. Die 10361 ist dagegen die wirtschaftlichere Wahl für Standardanwendungen ohne extreme Belastungs- oder Hygieneanforderungen.
Wann ist die Kunststoffpalette 10361 die richtige Wahl?
Die 10361 ist besonders geeignet, wenn eine leichte, stabile und wiederverwendbare Kunststoffpalette im Euro-Format benötigt wird. Sie passt zu Anwendungen, bei denen das Ladegewicht innerhalb der angegebenen Traglasten liegt und keine besonders hohe Regaltraglast erforderlich ist.
Typische Auswahlkriterien sind:
- geringes Eigengewicht für einfaches Handling
- Standardformat 1200 x 800 mm
- Transport mit Gabelstapler oder Hubwagen
- statische Bodenlagerung bis zur angegebenen Traglast
- leichte bis mittelschwere Ladeeinheiten im Regal
- wiederkehrende innerbetriebliche Umläufe
- Export ohne ISPM-15-Behandlung der Palette
- feuchte oder wechselnde Umgebungsbedingungen
- Alternative zu klassischen Holzpaletten
Für hohe Punktlasten, sehr schwere Regalware, automatisierte Hochregallager oder besonders anspruchsvolle Hygieneprozesse sollte geprüft werden, ob eine andere Palette besser geeignet ist.
Wichtige Angaben für die Auswahl und Anfrage
Damit die Eignung der Kunststoffpalette 10361 für einen konkreten Prozess beurteilt werden kann, sollten möglichst genaue Informationen zum Ladegut und zur geplanten Verwendung vorliegen.
- Art und Abmessungen des Ladeguts
- Gesamtgewicht pro Palette
- Verteilung der Last auf der Deckfläche
- mögliche Punktlasten oder kleine Auflageflächen
- statische Lagerung, dynamischer Transport oder Regaleinsatz
- Regaltyp, Holmabstand und Lagerdauer
- eingesetzte Gabelstapler, Hubwagen oder Fördertechnik
- Transportweg und Umschlaghäufigkeit
- Anforderungen an Export, Reinigung oder Außenlagerung
- gewünschte Ausführung mit oder ohne Rand
- geplante Stückzahl und Liefertermin
Anhand dieser Angaben kann geprüft werden, ob die 10361 ausreichend dimensioniert ist oder eine stärker belastbare Semi-Hygiene-, Industrie- oder Sonderpalette besser zur Anwendung passt.
Häufige Fragen zur Kunststoffpalette 1200×800 mm 10361
Wofür eignet sich die Kunststoffpalette 10361?
Die 10361 eignet sich für Lagerung, Transport, Produktion, Warenbereitstellung, Distribution und innerbetriebliche Logistik. Sie ist besonders für Unternehmen interessant, die eine leichte Kunststoff-Europalette für standardisierte Ladeeinheiten suchen.
Wie viel wiegt die Palette?
Die Kunststoffpalette 10361 wiegt 11,4 kg. Dadurch ist sie leichter als viele hochbelastbare Industrie- oder Semi-Hygienepaletten und lässt sich im Leerzustand komfortabel handhaben.
Welche statische Traglast besitzt die Palette?
Die statische Traglast beträgt 5.000 kg. Dieser Wert gilt bei ruhender Lagerung auf einem geeigneten, ebenen Untergrund und setzt eine möglichst gleichmäßige Lastverteilung voraus.
Wie hoch ist die dynamische Traglast?
Die dynamische Traglast beträgt 1.250 kg. Sie ist relevant, wenn die Palette mit einem geeigneten Gabelstapler oder Hubwagen bewegt wird.
Kann die 10361 im Palettenregal eingesetzt werden?
Die Palette besitzt eine angegebene Regaltraglast von 450 kg. Die konkrete Eignung hängt zusätzlich von Regaltyp, Holmabstand, Lastverteilung, Temperatur und Lagerdauer ab.
Warum ist die Regaltraglast niedriger als die statische Traglast?
Bei der Bodenlagerung wird die Palette großflächig unterstützt. Im Regal liegt sie dagegen häufig nur auf zwei Holmen auf und kann sich zwischen den Auflagen durchbiegen. Deshalb ist die zulässige Regaltraglast niedriger.
Ist die Kunststoffpalette für den Export geeignet?
Ja. Da die Palette aus Kunststoff besteht, benötigt sie selbst keine ISPM-15-Holzbehandlung. Die gesamte Exportverpackung muss dennoch zu Ware, Transportart, Zielland und geltenden Vorschriften passen.
Kann die Palette mit einem Hubwagen bewegt werden?
Ja. Die drei Kufen ermöglichen die Aufnahme von zwei Seiten mit geeigneten Hubwagen und Gabelstaplern. Abmessungen und Tragfähigkeit des Geräts müssen zur Ladeeinheit passen.
Aus welchem Material besteht die Palette?
Die 10361 wird im Spritzgussverfahren aus Polyethylen gefertigt. Das Material ist feuchtigkeitsbeständig, robust und für wiederkehrende Lager- und Transportprozesse geeignet.
Nimmt die Kunststoffpalette Wasser auf?
Nein. Polyethylen nimmt kein Wasser in der für Holz typischen Weise auf. Die Palette quillt bei Feuchtigkeit nicht auf und erhöht ihr Gewicht nicht durch Wasseraufnahme.
Kann die Palette mehrfach verwendet werden?
Ja. Die 10361 ist für wiederkehrende Transport- und Lagerprozesse geeignet. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt von Belastung, Handhabung, Umgebungsbedingungen und regelmäßiger Schadensprüfung ab.
Ist die Palette für Lebensmittel- oder Reinraumbereiche geeignet?
Die 10361 ist eine Standard-Kunststoffpalette und keine spezialisierte Vollhygiene- oder Reinraumpalette. Für besonders strenge Hygieneanforderungen sollte eine dafür ausgelegte Hygienepalette geprüft werden.
Was ist der Unterschied zur Kunststoffpalette 10367?
Die 10361 ist leichter und für klassische Standardanwendungen ausgelegt. Die 10367 ist eine schwerere Semi-Hygienepalette mit offenem Deck, Stapelrand und deutlich höheren Traglastwerten.
Was ist der Unterschied zur Kunststoffpalette 10369?
Die 10369 besitzt ein geschlossenes Deck und eine höhere Traglastklasse. Sie eignet sich für Anwendungen, bei denen eine geschlossene Auflagefläche, erhöhte Belastbarkeit oder eine verbesserte Reinigungsfähigkeit benötigt wird.
Welche Palette ist wirtschaftlicher?
Für Anwendungen innerhalb ihrer Traglastklasse ist die 10361 aufgrund ihres geringen Eigengewichts häufig die wirtschaftlichere Lösung. Werden höhere Regal- oder Transportlasten benötigt, kann eine stärker ausgelegte Palette langfristig geeigneter sein.
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