Kunststoff Aufsatzrahmen 1200×800 mm – 6 Scharniere für Europaletten
Der Kunststoff Aufsatzrahmen 1200×800 mm – 6 Scharniere, ist eine klappbare, wiederverwendbare Lösung zur Erweiterung von Europaletten. Je nach Betrieb und Branche werden solche Aufsatzrahmen auch als Palettenkragen oder Kunststoff-Palettenkragen bezeichnet. Auf eine geeignete Europalette aufgesetzt, schafft er mit 200 mm Bauhöhe einen stabilen seitlichen Abschluss für Kartons, Behälter, Gebinde und zusammengestellte Ladeeinheiten. So wird aus einer vorhandenen Palette ein offener Lager- und Transportbehälter, ohne dass eine starre Palettenbox benötigt wird.
Mit 6 kg Eigengewicht, einer Auflast von bis zu 600 kg und klappbarer Konstruktion eignet sich der Kunststoff-Palettenkragen besonders für Lagerung, Kommissionierung, innerbetrieblichen Materialfluss, Distribution und Mehrweglogistik. Die sechs Scharniere ermöglichen eine platzsparende M-Faltung des leeren Rahmens. Im zusammengelegten Zustand bleibt die Länge des Faltpakets im Wesentlichen auf der Länge der längsten Seitenwand und damit ungefähr im Bereich der 1200-mm-Palettenkante. Dadurch lässt sich der leere Rahmen sauber auf einer Europalette ablegen, ohne den typischen Längenüberstand einer diagonal gefalteten 4-Scharnier-Ausführung.
Die Grundfläche 1200×800 mm ist auf das verbreitete Europalettenformat abgestimmt und lässt sich in viele vorhandene Lager-, Förder- und Transportprozesse integrieren. Passende Kunststoffpaletten 1200×800 mm können je nach Ausführung als tragende Basis einer solchen Ladeeinheit geprüft werden. Dabei müssen Abmessungen, Auflagegeometrie, Tragfähigkeit, Ladegut und Einsatzbedingungen von Palette und Aufsatzrahmen zusammenpassen.
Technische Daten
- Artikel-Nr.: 20011
- Abmessungen: 1200x800x200 mm
- Gewicht: 6 kg
- Auflast: bis zu 600 kg
- Scharniere: 6
- Funktion: platzsparend in M-Faltung zusammenklappbar
- Farbe: Schwarz
- Ausführung: robuste Kunststoffkonstruktion
- Einsatz: Lagerung, Kommissionierung, Transport und Mehrwegkreisläufe
Die Auflast beschreibt die vorgesehene Belastbarkeit des Aufsatzrahmens unter geeigneten Einsatzbedingungen. Für die gesamte Ladeeinheit sind zusätzlich der Zustand und die Tragfähigkeit der Palette, die Lastverteilung, der Schwerpunkt, die Stapelhöhe, die Transportbedingungen und die erforderliche Ladungssicherung zu berücksichtigen.
Wie die M-Faltung mit sechs Scharnieren funktioniert
Der Kunststoff Aufsatzrahmen besteht aus vier miteinander verbundenen Seitenelementen. Die sechs Scharniere schaffen zusätzliche Gelenkpunkte, sodass sich der unbeladene Rahmen in einer kompakten M-Faltung zusammenlegen lässt. Zum Einsatz wird er auseinandergefaltet, in seine rechteckige Form gebracht und auf die geeignete Europalette gesetzt. Nach der Nutzung kann er wieder abgenommen und platzsparend zusammengefaltet werden.
Der praktische Vorteil der 6-Scharnier-Ausführung zeigt sich besonders im Leerzustand: Während eine 4-Scharnier-Version diagonal zusammengelegt wird und dadurch im gefalteten Zustand länger als die eigentliche 1200×800-mm-Palette sein kann, lässt sich die 6-Scharnier-Ausführung auf ein palettennahes Packmaß falten. Das Faltpaket orientiert sich in der Länge an der längsten Seitenwand und kann dadurch sauber auf der Palette abgelegt werden. Gerade bei Leergutrücklauf, Zwischenlagerung und Mehrwegkreisläufen erleichtert dies das geordnete Bündeln und Bereitstellen leerer Rahmen.
Warum sechs Scharniere beim Leerhandling einen Vorteil bieten
Der wesentliche funktionale Unterschied zur 4-Scharnier-Ausführung liegt im Faltprinzip. Die vier Scharniere der Standardausführung ermöglichen das diagonale Zusammenlegen; dabei kann der gefaltete Rahmen deutlich über die Palettenlänge hinausragen. Die sechs Scharniere ermöglichen dagegen eine M-Faltung, bei der das leere Faltpaket in der Länge im Wesentlichen auf das Maß der längsten Seitenwand reduziert wird. Bei einem 1200×800-mm-Rahmen liegt die Faltlänge damit ungefähr im Bereich der 1200-mm-Palettenkante.
Dieser Vorteil ist besonders interessant, wenn leere Rahmen direkt auf Paletten gesammelt, innerbetrieblich bereitgestellt, gestapelt oder im Rücktransport gebündelt werden sollen. Welche Scharnierausführung wirtschaftlich sinnvoller ist, hängt deshalb unter anderem vom gewünschten Faltmaß, dem Leerhandling, dem verfügbaren Lager- und Transportraum, dem Eigengewicht und dem jeweiligen Logistikprozess ab.
Warum das Euro-Format 1200×800 mm für viele Anwendungen die richtige Wahl ist
Das Maß 1200×800 mm entspricht dem in Europa weit verbreiteten Format der Europalette. Unternehmen, die bereits mit diesem Ladungsträger arbeiten, können den Aufsatzrahmen daher meist ohne grundlegende Änderungen ihrer Stellplatz- oder Transportplanung einsetzen.
Eine Palette mit Aufsatzrahmen bleibt innerhalb des Euro-Grundmaßes. Lagerplätze, Bereitstellungsflächen, Lkw-Ladeflächen und interne Transportwege lassen sich dadurch standardisiert planen. Die Bauhöhe von 200 mm eignet sich für flache Kartons, Trays, Behälter oder Bauteile. Mehrere kompatible Rahmen können die Seitenhöhe schrittweise erweitern; die Zulässigkeit ist anhand von Ladegut, Palette, Stapelhöhe und Sicherung zu prüfen.
Aufsatzrahmen als Teil einer kompletten Ladeeinheit planen
Ein Aufsatzrahmen muss nicht als isoliertes Produkt betrachtet werden. In vielen Anwendungen entsteht der eigentliche Nutzen erst durch die Kombination aus geeigneter Kunststoffpalette, Aufsatzrahmen, Innenunterteilung, Zwischenlagen und auf das Ladegut abgestimmten Sicherungs- oder Positionierungselementen.
Für das Euro-Format stehen verschiedene Kunststoffpaletten 1200×800 mm zur Verfügung. Welche Palette als Basis geeignet ist, hängt unter anderem von statischer, dynamischer und gegebenenfalls Regalbelastung, Deckausführung, Unterbau, Fördertechnik und Ladegut ab. Ein Aufsatzrahmen ersetzt dabei nicht die technische Auswahl der Palette, sondern ergänzt sie zu einer seitlich eingefassten Ladeeinheit.
Innenraum mit Kunststoff-Gefachen und Fachteilern strukturieren
Bei Bauteilen, Baugruppen, Behältern oder unterschiedlichen Artikelvarianten kann der Innenraum eines Aufsatzrahmens zusätzlich strukturiert werden. Dafür stehen Kunststoff-Gefache und Fachteiler zur Verfügung. Mehrere passend geplante Steckleisten können definierte Fächer schaffen und dabei helfen, Artikel voneinander zu trennen, feste Bereitstellungspositionen zu schaffen und ungeordnete Bewegungsräume innerhalb der Ladeeinheit zu reduzieren.
Für kompaktere oder feinere Fachstrukturen kann das MINI lock-it© Fachteiler-System geprüft werden. Für größere und robustere Unterteilungen steht das MAXI lock-it© Fachteiler-System zur Verfügung. Welche Bauhöhe, Länge und welches Raster geeignet sind, hängt von den nutzbaren Innenmaßen, der Geometrie der Bauteile, der gewünschten Fachgröße und dem geplanten Zugriff ab.
Aufsatzrahmen, Palette und Fachteiler können dadurch als zusammenhängendes System gedacht werden: Die Palette bildet die tragende Basis, der Aufsatzrahmen begrenzt die Ladeeinheit seitlich und das Gefache strukturiert den nutzbaren Innenraum.
Zwischenlagen, Palettenbodenauflagen und Einleger ergänzen
Für mehrlagige Packkonzepte, empfindliche Oberflächen oder eine zusätzliche Trennung verschiedener Warenebenen können Kunststoff-Palettenzwischenlagen, Trennblätter, Trennlagen und Palettenbodenauflagen eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie können als Zwischenebene zwischen Warenlagen, als Einleger oder – abhängig von Ausführung und Anwendung – als zusätzliche Auflagefläche innerhalb einer Ladeeinheit eingesetzt werden.
Gerade bei wiederkehrenden Mehrwegprozessen ermöglichen Kunststoff-Zwischenlagen eine systematische Kombination aus Palette, Aufsatzrahmen und mehreren Warenebenen. Ob eine Zwischenlage lediglich trennt, Oberflächen schützt oder konstruktiv weitere Aufgaben übernehmen soll, muss für das jeweilige Ladegut geprüft werden.
Stapelecken – Paletten direkt auf Aufsatzrahmen stapeln
Mit Kunststoff-Stapelecken für Paletten, Rahmen und Aufsatzrahmen lässt sich ein Paletten-Aufbau funktional erweitern. Die Stapelecken werden an den oberen Ecken eines geeigneten Aufsatzrahmens positioniert und schaffen definierte Auflage- und Positionierungspunkte für eine darüber stehende Palette.
Dadurch kann eine weitere Palette direkt auf dem Aufsatzrahmen gestapelt werden, ohne dass die untere Ladeeinheit für die Stapelfunktion zunächst mit einem separaten vollflächigen Deckel verschlossen werden muss. Die Stapelecken führen beziehungsweise positionieren die obere Palette an den Rahmenecken und können dazu beitragen, ein seitliches Verrutschen der aufgesetzten Palette zu reduzieren.
Das ist besonders interessant, wenn mehrere Paletten mit Aufsatzrahmen im Lager, in der Bereitstellung oder innerhalb eines Mehrwegkreislaufs übereinandergestapelt werden sollen. Statt jede Ladeeinheit zusätzlich mit einem Deckel auszustatten, können geeignete Aufsatzrahmen und Stapelecken ein modular aufgebautes Stapelsystem bilden.
Vorteile von Stapelecken im Aufsatzrahmen-System
- ermöglichen das Aufstapeln einer weiteren Palette auf einen geeigneten Aufsatzrahmen
- für die reine Stapelfunktion ist nicht zwingend ein separater vollflächiger Deckel erforderlich
- definierte Positionierung der oberen Palette an den Rahmenecken
- können seitliches Verrutschen der aufgesetzten Palette reduzieren
- ermöglichen einen modularen Aufbau mehrerer Paletten-Ladeeinheiten
- können vorhandene Lagerhöhe besser nutzbar machen und Stellfläche einsparen
- geeignet für wiederkehrende Lager-, Transport- und Mehrwegprozesse, sofern das Gesamtsystem dafür ausgelegt ist
Besonders bei einer Kombination aus Kunststoffpalette, Kunststoff-Aufsatzrahmen und Stapelecken entsteht so ein flexibles System: Die Palette bildet die tragende Basis, der Aufsatzrahmen begrenzt das Ladegut seitlich und die Stapelecken schaffen die Aufnahmepunkte für die nächste Palette.
Ob eine solche Stapelung für die konkrete Anwendung zulässig ist, muss anhand von Palette, Aufsatzrahmen, Stapelecken, Ladegewicht, Lastverteilung, Schwerpunkt, Stapelhöhe und Einsatzbedingungen geprüft werden. Die Stapelecken ersetzen keine Prüfung der Tragfähigkeit und Stabilität der vollständigen Ladeeinheit.
Rollenware, Coils und Fässer – auch das Format 800×800 mm mitdenken
Rollenware, Coils, Trommeln, Spulen und Fässer werden in vielen Unternehmen weiterhin auf Europaletten im Format 1200×800 mm bewegt. Das Euro-Format ist aufgrund vorhandener Lagerplätze, Fördertechnik und Transportprozesse häufig praktisch. Es ist jedoch nicht automatisch für jede runde oder kompakte Ware die wirtschaftlichste Grundfläche.
Bei bestimmten Rollen, Coils oder Fässern kann eine quadratische Kunststoffpalette 800×800 mm eine interessante Alternative sein. Das kompakte quadratische Format kann je nach Durchmesser, Gewicht und Positionierung des Ladeguts besser zur tatsächlichen Stellfläche passen. Dadurch sollte bei einer neuen Ladeeinheit nicht nur gefragt werden, welche Europalette vorhanden ist, sondern auch, welches Palettenformat technisch und logistisch zum Ladegut passt.
Für schwere, runde und kompakte Industriegüter kann beispielsweise die Kunststoffpalette 800×800 mm – Quadratpalette, Fasspalette und Coilpalette 10316 geprüft werden. Für Anwendungen, bei denen zusätzlich eine rutschhemmende Oberfläche gefragt ist, steht außerdem die Kunststoffpalette 800×800 mm Anti-Rutsch – Coilpalette 10316C zur Verfügung.
Plastic Union führt darüber hinaus einen Kunststoff-Aufsatzrahmen 800×800 mm für quadratische Paletten. Dadurch kann bei Rollenware, Coils, Fässern oder anderen kompakten Ladeeinheiten neben dem klassischen 1200×800-mm-Euro-System auch eine vollständige quadratische Ladeeinheit aus 800×800-mm-Palette und passendem Aufsatzrahmen geprüft werden. Entscheidend sind Durchmesser, Gewicht, Schwerpunkt, Palettengeometrie, Auflage des Rahmens und die erforderliche Ladungssicherung.
Lagerprismen für Wellen, Rohre, Rollen und Rundmaterial
Runde und längliche Komponenten besitzen keine natürliche stabile Auflagefläche und benötigen häufig eine geometrische Führung. Für Wellen, Rohre, Rollen, Rundstäbe oder ähnliche Bauteile können Kunststoff-, Schaumstoff- und Gummi-Lagerprismen eingesetzt werden.
In einer passend geplanten Ladeeinheit kann die Palette die Last tragen, der Aufsatzrahmen den äußeren Bereich begrenzen und ein Lagerprisma definierte Aufnahmepunkte für das Rundmaterial schaffen. Zwischenlagen oder weitere Polster- und Schutzelemente können ergänzend erforderlich sein, wenn empfindliche Oberflächen voneinander getrennt werden müssen.
Kunststoff-Palettenkeile für rollfähige Güter
Bei Fässern, Trommeln, Rollen, Coils, Rohren und anderen rollfähigen Gütern können zusätzlich Kunststoff-Palettenkeile zur Ladungssicherung geprüft werden. Sie können dazu beitragen, rollfähige Güter geometrisch zu begrenzen und unerwünschte Bewegungen zu reduzieren.
Palettenkeile, Lagerprismen und Aufsatzrahmen ersetzen jedoch nicht automatisch die erforderliche Ladungssicherung. Gewicht, Schwerpunkt, Reibung, Bewegungsrichtung, Transportweg, Fahrzeug und zusätzliche Sicherungsmittel müssen immer als Gesamtsystem betrachtet werden.
Frachtkosten und Lagerkosten wirtschaftlich kalkulieren
Mit 6 kg Eigengewicht bleibt das zusätzliche Transportgewicht überschaubar. Der größte wirtschaftliche Vorteil zeigt sich im Leerzustand: Durch die M-Faltung lässt sich der 6-Scharnier-Rahmen auf ein palettennahes Faltmaß zusammenlegen. Leere Rahmen können dadurch geordnet auf Europaletten abgelegt, gebündelt oder für den Rücktransport bereitgestellt werden.
Beim Rücktransport kann der geringere Raumbedarf die Fahrzeugauslastung verbessern. Zusätzlich vermeidet die M-Faltung den typischen Längenüberstand einer diagonal gefalteten 4-Scharnier-Ausführung und erleichtert damit eine palettenbezogene Bündelung leerer Rahmen. Besonders bei regelmäßigen Werksverkehren, Lieferantenkreisläufen oder geschlossenen Mehrwegkreisläufen kann sich dieser Handhabungs- und Platzvorteil über viele Umläufe summieren. Die tatsächliche Einsparung hängt von Stückzahl, Packweise, Transportweg und Fahrzeugtyp ab.
Gerade wenn leere Aufsatzrahmen regelmäßig auf Paletten gesammelt oder zurückgeführt werden, kann die 6-Scharnier-Ausführung durch ihr kompakteres Faltmaß einen praktischen Vorteil bieten. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt unabhängig davon von Klapphäufigkeit, Belastung, Handhabung, Reinigung, Transportbeanspruchung und Einsatzbedingungen ab.
Ein langlebiger Kunststoff Aufsatzrahmen kann außerdem über viele Einsätze genutzt werden und in geeigneten Prozessen Einwegverpackungen reduzieren.
Ladungssicherung und sicherer Warentransport
In Kombination mit einer geeigneten Europalette bildet der Kunststoff Aufsatzrahmen 1200×800 mm einen seitlichen Abschluss um die Ladefläche. Kartons, Mehrwegbehälter, Gebinde und andere Waren können dadurch geordneter positioniert werden. Der Rahmen unterstützt insbesondere eine formschlüssige Anordnung des Ladeguts und kann helfen, seitliche Freiräume innerhalb der Ladeeinheit zu reduzieren.
Ein Aufsatzrahmen stellt jedoch nicht automatisch eine vollständige oder rechtlich ausreichende Ladungssicherung für den Straßentransport dar. Nach § 22 StVO – Ladung müssen Ladung, Ladeeinrichtungen und Ladungssicherungsmittel so verstaut und gesichert sein, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen oder herabfallen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.
Eine wichtige technische Grundlage bildet die Richtlinienreihe VDI 2700 zur Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen. Der VDI informiert über die VDI 2700 und ihre Anwendungsbereiche. Einzelne Richtlinienblätter behandeln unter anderem die Berechnung von Sicherungskräften, rutschhemmende Materialien sowie Anwendung, Prüfung und Kennzeichnung von Ladungssicherungsmitteln. Die vollständigen Richtlinien können kostenpflichtig sein.
Die BG Verkehr erläutert Lastverteilung und Ladungssicherung und empfiehlt, Ladungen möglichst formschlüssig zu stauen. Verbleibende Freiräume müssen geschlossen oder durch geeignete Sicherungsmittel berücksichtigt werden. Je nach Ladegut kommen beispielsweise Zurrgurte, Netze, rutschhemmende Materialien, Polster, Luftsäcke, Keile oder andere geeignete Hilfsmittel infrage.
Für palettierte Waren bietet die DGUV Information 208-048 „Sicherung palettierter Ladeeinheiten“ weiterführende Hinweise. Sie behandelt typische Beanspruchungen beim Transport, Lagern und Stapeln und zeigt Möglichkeiten zur Sicherung palettierter Ladeeinheiten auf.
Die genannten Hinweise zu § 22 StVO, VDI 2700, BG Verkehr und DGUV beziehen sich auf den rechtlichen beziehungsweise technischen Rahmen in Deutschland. Für Transporte, Lagerung oder den Einsatz in anderen Ländern sind die dort jeweils geltenden europäischen, nationalen und gegebenenfalls lokalen Vorschriften sowie einschlägige Normen und technische Anforderungen gesondert zu prüfen. Anforderungen an die Ladungssicherung können je nach Land, Transportart, Fahrzeug, Ladegut und Anwendung unterschiedlich sein.
Welche zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind, hängt unter anderem vom Gewicht und Schwerpunkt der Ware, der Reibung zwischen Palette und Ladefläche, vorhandenen Ladelücken, der Stabilität der Verpackung, dem Fahrzeugaufbau und dem Transportweg ab. Je nach Anwendung können Umreifungen, Stretchfolie, Zwischenlagen, Antirutschmatten, Kantenschutz, Abdeckungen oder Zurrmittel notwendig sein.
Bei Rundmaterial können zusätzlich Lagerprismen oder Palettenkeile Bestandteil eines Sicherungskonzepts sein. Ihre Eignung und Dimensionierung ist für die konkrete Anwendung zu prüfen.
Die angegebene Auflast von 600 kg darf nicht mit einer bestätigten Ladungssicherungsleistung gleichgesetzt werden. Sie beschreibt die Belastbarkeit des Aufsatzrahmens unter geeigneten Bedingungen, sagt aber allein nicht aus, welche horizontalen Kräfte die komplette Ladeeinheit bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver aufnehmen kann.
Einsatzbereiche nach Branche
Lebensmittelindustrie und Getränkehersteller
In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie kann der Aufsatzrahmen Kartons, Trays, Flaschengebinde oder geschlossene Mehrwegbehälter auf Europaletten seitlich einfassen. Die leicht zu reinigende Kunststoffoberfläche unterstützt wiederkehrende Reinigungsabläufe, während die Klappfunktion Mehrwegkreisläufe zwischen Produktion, Lager, Handel und Filialen erleichtert. Für direkten Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln ist die Materialeignung gesondert zu prüfen.
Bei mehreren Warenlagen können Kunststoff-Zwischenlagen und Trennblätter zusätzlich zur strukturierten Trennung einzelner Ebenen eingesetzt werden, sofern Material und Ausführung für das jeweilige Produkt geeignet sind.
Automobilindustrie und Zulieferbetriebe
In der Automobilindustrie erweitert der Rahmen Europaletten zu flexiblen Transporteinheiten für verpackte Bauteile, Baugruppen, Kleinladungsträger oder Komponenten. Bei häufigen Lieferantenkreisläufen und wiederkehrendem Leergutrücklauf kann die 6-Scharnier-Ausführung durch ihr palettennahes Faltmaß besonders interessant sein, weil leere Rahmen geordnet auf Europaletten abgelegt und zurückgeführt werden können. Empfindliche oder lackierte Teile benötigen passende Innenverpackungen und Trennelemente.
Für klar zugeordnete Bereitstellungspositionen können je nach Bauteilgröße zusätzlich Kunststoff-Fachteiler und Gefache eingesetzt werden. Damit lassen sich beispielsweise unterschiedliche Bauteilvarianten, Fertigungsstände oder Montagepositionen innerhalb eines Ladungsträgers voneinander trennen.
Maschinenbau und Metallverarbeitung
Im Maschinenbau und in der Metallverarbeitung bündelt der Rahmen verpackte Komponenten, Halbzeuge oder Behälter und unterstützt die Zuordnung zu Aufträgen und Fertigungsstufen. Lasten sollten gleichmäßig verteilt werden; scharfkantige Teile oder schwere Einzelkomponenten dürfen nicht ungeschützt gegen die Kunststoffwand drücken. Die Palette bleibt separat nutzbar, während der Rahmen nur bei Bedarf eingesetzt wird.
Für Wellen, Rohre oder andere längliche Rundteile können Lagerprismen eine definierte Auflage schaffen. Für Bauteile, die in einzelnen Fächern bereitgestellt werden sollen, können MAXI lock-it© Fachteiler beziehungsweise bei geeigneter Geometrie MINI lock-it© Fachteiler geprüft werden.
Coils, Rollenware, Trommeln und Fässer
Bei Coils, Rollenware, Trommeln, Spulen und Fässern sollte die gesamte Ladeeinheit von der Geometrie des Ladeguts aus geplant werden. Eine Europalette mit 1200×800 mm kann sinnvoll sein, wenn sie in vorhandene Prozesse integriert werden muss oder mehrere Güter gemeinsam transportiert werden.
Bei kompakten Einzelrollen oder runden Ladeeinheiten kann dagegen eine 800×800-mm-Kunststoffpalette interessant sein. Für die Positionierung können zusätzlich Lagerprismen, Palettenkeile oder geeignete Zwischenlagen geprüft werden.
Für quadratische Ladeeinheiten steht außerdem ein Kunststoff-Aufsatzrahmen im Format 800×800 mm zur Verfügung. So kann aus der Entscheidung für ein anderes Palettenformat eine komplette Transportlösung entstehen, bei der Palettenformat, seitliche Begrenzung, Auflage, Innenpositionierung und Ladungssicherung aufeinander abgestimmt werden.
Pharma, Kosmetik und hygienisch sensible Bereiche
In der Pharma- und Kosmetiklogistik können verpackte Produkte, Faltschachteln, Flaschen oder geschlossene Gebinde bewegt werden. Kunststoffaufsatzrahmen sind leicht zu reinigen und erzeugen keine Holzsplitter. Die 200-mm-Höhe ermöglicht eine gut zugängliche Kommissioniereinheit. Eine Eignung für Reinraum-, GMP- oder Pharmaprozesse ist anhand der jeweiligen Material- und Freigabeanforderungen zu prüfen.
E-Commerce, Versandhandel und Fulfillment
Im E-Commerce schafft der Rahmen eine offene, gut zugängliche Kommissionierfläche. Kartons, Retouren, Aktionsware oder Behälter lassen sich nach Aufträgen, Touren oder Zielregionen bündeln. Nach einer Kommissionierwelle wird der Rahmen platzsparend zusammengelegt – besonders praktisch bei saisonalen Spitzen und wechselnden Sortimenten.
Für sehr unterschiedliche Artikelgrößen können variable Fachteiler und Gefache dabei helfen, einen großen Innenraum in kleinere Bereitstellungsbereiche zu unterteilen.
Handel, Großhandel und Distribution
Im Großhandel und in Distributionszentren hilft der Aufsatzrahmen, kleinere Kartons oder Gebinde innerhalb der Palettenkontur zu halten. Nach Filialbelieferungen kann er zusammengelegt und mit anderem Leergut zurückgeführt werden. Das benötigt weniger Laderaum als eine starre Palettenbox und kann in geeigneten Prozessen Einwegverpackungen reduzieren.
Für kleinere filialgerechte Ladeeinheiten kann statt des Euro-Formats auch ein Kunststoff Aufsatzrahmen 800×600 mm für Halbpaletten sinnvoll sein.
Kontraktlogistik und Mehrwegverpackungspools
Bei Verpackungspools und wiederkehrenden Lieferketten werden Aufsatzrahmen häufig zwischen mehreren Standorten bewegt, leer zurückgeführt und erneut eingesetzt. Gerade bei solchen Prozessen kann die 6-Scharnier-Ausführung durch die M-Faltung und das palettennahe Leermaß eine interessante Alternative zur leichteren 4-Scharnier-Version darstellen.
Je nach Warenstruktur können die Rahmen zusätzlich mit Zwischenlagen, Fachteilern oder Stapelecken zu einem wiederverwendbaren Verpackungssystem erweitert werden.
Landwirtschaft, Gartenbau und Agrarhandel
In Landwirtschaft, Gartenbau und Agrarhandel eignet sich der Rahmen für verpackte Erzeugnisse, Pflanzentrays, Betriebsmittel oder geschlossene Kisten. Die Kunststoffoberfläche lässt sich nach verschmutzungsintensiven Einsätzen reinigen. Für lose Schüttgüter oder kleine Produkte sind zusätzliche Einsätze, Säcke oder Innenbehälter erforderlich.
Innerbetriebliche Logistik und Kommissionierung
Branchenübergreifend eignet sich der Rahmen für Materialflüsse zwischen Wareneingang, Lager, Produktion, Montage und Versand. Identische Paletten können je nach Bedarf als freie Ladefläche oder eingefasste Kommissioniereinheit genutzt werden. Die Bauhöhe von 200 mm ermöglicht guten Zugriff auf flache Behälter und unterstützt Kanban-, Nachschub- und Bereitstellungsprozesse.
Für wiederkehrende Artikelpositionen können Gefache und Fachteiler sowie Zwischenlagen und Trennblätter das System ergänzen. Damit kann aus einer einfachen Palette mit Aufsatzrahmen ein an den konkreten Materialfluss angepasster Ladungsträger entstehen.
Vorteile gegenüber starren Verpackungslösungen
- M-förmig klappbar durch sechs Scharniere
- palettennahes Faltmaß mit einer Länge im Bereich der längsten Seitenwand
- sauber auf einer 1200×800-mm-Palette ablegbar, ohne den typischen Längenüberstand einer diagonal gefalteten 4-Scharnier-Ausführung
- geringerer Platzbedarf im Leerzustand
- passend für Europaletten im Format 1200×800 mm
- Eigengewicht von 6 kg
- Auflast bis zu 600 kg
- robuste, formstabile Kunststoffkonstruktion
- leicht zu reinigen und feuchtigkeitsunempfindlich
- wiederverwendbar und für Mehrwegkreisläufe geeignet
- flexible Nutzung vorhandener Europaletten
- offener Zugriff bei Kommissionierung und Materialbereitstellung
- wirtschaftlicher Rücktransport leerer Rahmen
- anpassbare Seitenhöhe bei kompatibler Stapelung
- mit geeigneten Paletten, Zwischenlagen und Fachteilsystemen kombinierbar
- Systemplanung für Kartons, Bauteile, Behälter sowie spezielle Ladeeinheiten möglich
Gegenüber einer starren Palettenbox bietet der Aufsatzrahmen vor allem Vorteile, wenn das System regelmäßig leer zurückgeführt oder nur zeitweise benötigt wird. Eine geschlossene Box kann sinnvoller sein, wenn ein fester Boden, vollständig geschlossene Wände, Schutz vor Staub oder ein dauerhaft definierter Behälter erforderlich sind.
Kunststoff-Palettenkragen als Alternative zu Holzkragen
Im Lager- und Logistikbereich werden Aufsatzrahmen häufig auch als Palettenkragen bezeichnet. Klassische Ausführungen aus Holz sind entsprechend als Holzkragen, Holz-Palettenkragen oder Holzaufsatzrahmen bekannt. Der hier beschriebene Kunststoff-Palettenkragen erfüllt eine vergleichbare Grundfunktion: Er wird auf eine passende Europalette aufgesetzt, begrenzt die Ladeeinheit seitlich und erweitert die nutzbare Aufbauhöhe um 200 mm.
Gegenüber einem klassischen Holzkragen bietet die Kunststoffausführung materialbedingte Eigenschaften wie eine splitterfreie Oberfläche, Feuchtigkeitsunempfindlichkeit und eine einfache Reinigung. Die 6-Scharnier-Ausführung kann nach dem Einsatz in M-Faltung auf ein palettennahes Packmaß zusammengelegt und platzsparend zurückgeführt werden. Welche Ausführung aus Holz oder Kunststoff besser geeignet ist, hängt von Ladegut, Umlaufhäufigkeit, Reinigung, Lagerbedingungen, Belastung und dem jeweiligen Logistikprozess ab.
Unterschied zur Variante mit 4 Scharnieren
Neben dieser Ausführung mit sechs Scharnieren ist der Kunststoff Aufsatzrahmen 1200×800 mm mit 4 Scharnieren – Artikel 20010 erhältlich. Beide Varianten sind für das Euro-Format 1200×800 mm vorgesehen und klappbar.
Die 4-Scharnier-Variante wiegt 5 kg und wird diagonal zusammengelegt. Dadurch kann der gefaltete Rahmen länger als die eigentliche 1200×800-mm-Palette sein und beim Ablegen auf der Palette überstehen. Die hier beschriebene 6-Scharnier-Ausführung wiegt 6 kg und lässt sich durch die zusätzlichen Gelenkpunkte in einer kompakten M-Faltung zusammenlegen. Das Faltpaket bleibt in der Länge im Wesentlichen auf dem Maß der längsten Seitenwand und damit ungefähr im Bereich der 1200-mm-Palettenkante.
Die Auswahl zwischen vier und sechs Scharnieren sollte deshalb nicht allein über das Gewicht erfolgen. Entscheidend sind insbesondere das gewünschte Faltmaß, die Art der Ablage leerer Rahmen, Rücktransport und Zwischenlagerung, Handhabung, verfügbarer Platz sowie die Anforderungen des jeweiligen Logistikprozesses. Wenn ein möglichst palettennahes Leermaß ohne den typischen Überstand der diagonal gefalteten Version wichtig ist, bietet die 6-Scharnier-Ausführung einen klaren funktionalen Vorteil.
Weitere Paletten- und Aufsatzrahmenformate im Sortiment
Neben dem Euro-Format 1200×800 mm sind Kunststoff Aufsatzrahmen 800×600 mm für Halbpaletten beziehungsweise Düsseldorfer Paletten erhältlich. Dieses Format eignet sich insbesondere für kleinere Warenmengen, Filialbelieferungen, Displays, begrenzte Stellflächen und kompakte Kommissioniereinheiten.
Für Unternehmen, die überwiegend mit Europaletten arbeiten, ist 1200×800 mm häufig die naheliegende Lösung. Dennoch sollte das Palettenformat nicht allein aus Gewohnheit gewählt werden. Das gesamte Sortiment der Kunststoffpaletten ermöglicht einen Vergleich unterschiedlicher Abmessungen und Bauformen.
Für runde, kompakte oder annähernd quadratische Ladeeinheiten können insbesondere Kunststoffpaletten 800×800 mm geprüft werden. Plastic Union bietet für quadratische Paletten außerdem einen Kunststoff-Aufsatzrahmen 800×800 mm an. Damit lässt sich beispielsweise bei Rollenware, Coils, Fässern oder Trommeln prüfen, ob die klassische Europalette tatsächlich die optimale Grundfläche darstellt oder eine kompaktere quadratische Ladeeinheit besser passt.
Komplette Verpackungs- und Ladungsträgerlösung zusammenstellen
Je nach Ware kann dieser Aufsatzrahmen mit weiteren Produktgruppen von Plastic Union zu einem auf den Prozess abgestimmten System kombiniert werden:
- Kunststoffpaletten als tragende Basis der Ladeeinheit
- Kunststoffpaletten 1200×800 mm für klassische Euro-Ladeeinheiten
- Kunststoffpaletten 800×800 mm für kompakte quadratische Ladeeinheiten
- Kunststoff-Gefache und Fachteiler für eine strukturierte Innenunterteilung
- MINI lock-it© Fachteiler für feinere Fachstrukturen
- MAXI lock-it© Fachteiler für größere und robustere Unterteilungen
- Kunststoff-Palettenzwischenlagen, Trennblätter und Trennlagen für Ebenentrennung, Einleger und Oberflächenschutz
- Kunststoff-Stapelecken zum Aufstapeln geeigneter Paletten auf Aufsatzrahmen ohne vollflächigen Deckel
- Lagerprismen für Rohre, Wellen, Rollen und anderes Rundmaterial
- Kunststoff-Palettenkeile für rollfähige Güter wie Rollen, Coils, Fässer und Trommeln
Welche Kombination sinnvoll ist, hängt immer vom konkreten Ladegut und Prozess ab. Abmessungen, Gewicht, Schwerpunkt, Oberfläche, Empfindlichkeit, Stückzahl, Transportweg, Kommissionierung, Rücklauf und erforderliche Ladungssicherung sollten gemeinsam betrachtet werden. Auf diese Weise lässt sich aus einzelnen Standardprodukten eine anwendungsgerechte Transport-, Lager- oder Mehrweglösung zusammenstellen.
Häufige Fragen zum Kunststoff Aufsatzrahmen 1200×800 mm – 6 Scharniere für Europaletten
Ist ein Kunststoff-Palettenkragen dasselbe wie ein Kunststoff-Aufsatzrahmen?
Ja. Je nach Unternehmen, Branche und Sprachgebrauch werden für vergleichbare Produkte unterschiedliche Bezeichnungen verwendet. Kunststoff-Palettenkragen, Kunststoff-Aufsatzrahmen, Palettenaufsatzrahmen und Palettenrahmen bezeichnen in diesem Zusammenhang einen Rahmen, der auf eine passende Palette aufgesetzt wird und die Ladeeinheit seitlich begrenzt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Kunststoff-Palettenkragen und einem Holzkragen?
Beide Ausführungen dienen dazu, eine Palette seitlich zu erweitern und Waren innerhalb der Ladeeinheit zu begrenzen. Ein Kunststoff-Palettenkragen besitzt eine splitterfreie, feuchtigkeitsunempfindliche und leicht zu reinigende Oberfläche. Ein Holzkragen beziehungsweise Holz-Palettenkragen besteht aus Holz und kann je nach Anwendung andere konstruktive oder wirtschaftliche Eigenschaften bieten. Welche Variante geeignet ist, muss anhand des jeweiligen Einsatzbereichs entschieden werden.
Auf welche Paletten passt der Aufsatzrahmen?
Der Rahmen ist für Paletten mit einer Grundfläche von 1200×800 mm vorgesehen, insbesondere für Europaletten im verbreiteten Euro-Format. Auch geeignete Kunststoffpaletten 1200×800 mm können als Basis geprüft werden. Die Palette sollte maßhaltig, unbeschädigt und für die vorgesehene Belastung geeignet sein; Auflagegeometrie und Abmessungen müssen mit dem Rahmen zusammenpassen.
Was bedeutet die Baugröße 1200x800x200 mm?
1200 mm bezeichnen die Länge, 800 mm die Breite und 200 mm die Höhe eines aufgerichteten Rahmens. Ein einzelner Aufsatzrahmen erhöht die seitliche Begrenzung der Palette somit um 20 cm.
Sind 1200×800 mm Innen- oder Außenmaße?
Die Angabe beschreibt die Nenn- beziehungsweise Grundgröße passend zum Euro-Palettenformat. Wandstärken und konstruktive Details beeinflussen den frei nutzbaren Innenraum. Bei passgenauen Behältern oder Bauteilen sollten deshalb die konkreten Innenmaße vor der Bestellung abgestimmt werden.
Wie viel Volumen bietet ein Rahmen?
Aus 1,2 x 0,8 x 0,2 m ergibt sich rechnerisch ein Bruttovolumen von rund 0,192 m³ beziehungsweise 192 Litern. Das tatsächlich nutzbare Volumen ist wegen Wandstärken, Palettenoberfläche und Form des Ladeguts etwas geringer.
Können mehrere Rahmen übereinandergesetzt werden?
Aufsatzrahmen werden häufig modular genutzt, um die Seitenhöhe in 200-mm-Schritten zu erhöhen. Die zulässige Anzahl hängt von Rahmenausführung, Ladegut, Lastverteilung, Palette und Sicherung ab. Höhere Aufbauten sollten für den jeweiligen Prozess geprüft werden.
Kann eine weitere Palette direkt auf dem Aufsatzrahmen gestapelt werden?
Mit geeigneten Kunststoff-Stapelecken kann je nach System eine weitere Palette auf dem Aufsatzrahmen positioniert werden, ohne dass für die reine Stapelfunktion zwingend ein vollflächiger Deckel benötigt wird. Palette, Aufsatzrahmen, Stapelecken, Gewicht, Schwerpunkt und Stapelhöhe müssen für die konkrete Anwendung zusammenpassen.
Kann der Aufsatzrahmen mit Kunststoff-Fachteilern kombiniert werden?
Eine Kombination mit Kunststoff-Gefachen und Fachteilern kann sinnvoll sein, wenn der Innenraum in definierte Bereiche unterteilt werden soll. Ob MINI oder MAXI geeigneter ist, hängt von Bauteilabmessungen, gewünschter Fachhöhe, Raster, nutzbarem Innenmaß und Zugänglichkeit ab.
Können Zwischenlagen im Aufsatzrahmen eingesetzt werden?
Ja, je nach Ladegut können Kunststoff-Zwischenlagen, Trennblätter oder Palettenbodenauflagen zur Trennung mehrerer Warenebenen, als Einleger oder zum Schutz empfindlicher Oberflächen eingesetzt werden. Material, Stärke und Ausführung müssen zur Anwendung passen.
Welche Lösung eignet sich für Rollenware und Coils?
Das hängt von Durchmesser, Gewicht, Oberfläche und Prozess ab. Neben einer Europalette 1200×800 mm kann auch eine Kunststoffpalette 800×800 mm mit passendem 800×800-mm-Aufsatzrahmen interessant sein. Ergänzend können Lagerprismen oder Palettenkeile zur Positionierung rollfähiger Güter geprüft werden.
Kann ich statt einer Europalette eine Kunststoffpalette verwenden?
Grundsätzlich kann eine passende Kunststoffpalette als Basis einer Ladeeinheit geprüft werden. Entscheidend sind nicht allein die Nennmaße 1200×800 mm, sondern auch Auflagegeometrie, Deckausführung, Rand, Tragfähigkeit und die konstruktive Passung des Aufsatzrahmens. Einen Überblick bietet die Kategorie Kunststoffpaletten 1200×800 mm.
Wann sollte ein anderes Palettenformat geprüft werden?
Ein alternatives Format kann sinnvoll sein, wenn das Ladegut deutlich kleiner, quadratisch, rund oder für spezielle Prozesse vorgesehen ist. Für kleinere Ladeeinheiten stehen beispielsweise 800×600-mm-Systeme zur Verfügung. Für kompakte Rollen, Coils oder Fässer können 800×800-mm-Kunststoffpaletten mit entsprechendem Aufsatzrahmen interessant sein.
Wie viel Gewicht hält der Rahmen aus?
Die Auflast beträgt bis zu 600 kg. Die Last sollte möglichst gleichmäßig verteilt sein. Punktbelastungen oder scharfkantige Gegenstände benötigen geeignete Zwischenlagen, Innenbehälter oder Schutzmaterialien.
Darf deshalb jede Europalette mit 600 kg belastet werden?
Nein. Die Belastbarkeit der gesamten Ladeeinheit wird durch das schwächste Bauteil bestimmt. Palette, Untergrund, Stapelung, Fördertechnik und Sicherung müssen für das Gesamtgewicht ausgelegt sein.
Lässt sich der Rahmen platzsparend lagern?
Ja. Durch die sechs Scharniere lässt sich der leere Rahmen in einer kompakten M-Faltung zusammenlegen. Das Faltpaket bleibt in der Länge im Wesentlichen auf dem Maß der längsten Seitenwand und kann dadurch sauber auf einer 1200×800-mm-Palette abgelegt werden. Gegenüber einer starren Ausführung sinkt der Platzbedarf deutlich; gegenüber einer diagonal gefalteten 4-Scharnier-Ausführung wird der typische Längenüberstand vermieden.
Wie schwer ist ein einzelner Rahmen?
Das Eigengewicht beträgt 6 kg. Dies ermöglicht weiterhin eine vergleichsweise einfache Handhabung und hält das zusätzliche Transportgewicht überschaubar. Betriebliche Regeln zum ergonomischen Heben und Tragen sind dennoch zu beachten.
Warum besitzt diese Variante sechs Scharniere?
Die zwei zusätzlichen Scharnierpunkte ermöglichen gegenüber der 4-Scharnier-Ausführung ein anderes Faltprinzip. Statt den Rahmen diagonal zusammenzulegen, kann die 6-Scharnier-Ausführung in einer M-Faltung auf ein palettennahes Leermaß gefaltet werden. Dadurch bleibt das gefaltete Paket in der Länge im Wesentlichen auf dem Maß der längsten Seitenwand und lässt sich sauber auf der Palette ablegen.
Wann ist die Variante mit sechs Scharnieren sinnvoll?
Die 6-Scharnier-Variante ist besonders sinnvoll, wenn der leere Aufsatzrahmen möglichst kompakt und palettennah zusammengelegt werden soll. Das ist beispielsweise bei Leergutrücklauf, Lieferantenkreisläufen, Werksverkehr, Produktionsversorgung, Distribution und Mehrwegverpackungspools vorteilhaft, wenn gefaltete Rahmen auf Paletten gesammelt, gebündelt oder zwischen mehreren Standorten transportiert werden.
Wann kann die Variante mit vier Scharnieren ausreichen?
Für Standardanwendungen kann der leichtere Kunststoff Aufsatzrahmen 1200×800 mm mit vier Scharnieren – Artikel 20010 die passende Alternative sein. Er besitzt ein Eigengewicht von 5 kg und wird diagonal zusammengelegt. Wenn der dadurch entstehende längere Faltzustand beziehungsweise ein möglicher Überstand auf der Palette im jeweiligen Prozess unkritisch ist, kann die 4-Scharnier-Version eine einfache und wirtschaftliche Lösung darstellen.
Ist der Aufsatzrahmen wetterfest?
Kunststoff ist gegenüber Feuchtigkeit grundsätzlich unempfindlicher als unbehandeltes Holz. Bei dauerhafter Außenlagerung sind jedoch UV-Belastung, Temperatur, Verschmutzung und Standzeit zu berücksichtigen. Eine geschützte Lagerung kann die Nutzungsdauer verlängern.
Wie wird der Rahmen gereinigt?
Je nach Verschmutzung kann er abgewischt oder mit einem geeigneten Reinigungsverfahren gesäubert werden. Reinigungsmittel, Temperatur und Druck müssen mit dem Kunststoff verträglich sein. In regulierten Bereichen gelten die betrieblichen Reinigungs- und Freigabeprozesse.
Ist der Rahmen für Lebensmittel geeignet?
Er kann für verpackte Lebensmittel und geschlossene Lebensmittelbehälter eingesetzt werden. Für direkten Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln ist eine gesonderte Materialfreigabe erforderlich.
Ersetzt der Rahmen Zurrgurte, Folie oder Umreifung?
Nicht grundsätzlich. Der Rahmen begrenzt die Ladung seitlich, ersetzt aber je nach Ware und Transportweg keine zusätzliche Sicherung. Hilfestellungen bieten die BG Verkehr und die DGUV Information 208-048.
Bedeutet die Auflast von 600 kg, dass eine 600 kg schwere Ladung ohne weitere Sicherung transportiert werden darf?
Nein. Die Auflast ist eine Produkteigenschaft des Rahmens. Sie ersetzt weder die Prüfung der Tragfähigkeit der Europalette noch die Beurteilung der Ladungssicherung. Auch Achslasten, Gesamtgewicht, Lastverteilung, Schwerpunkt und die Sicherung der Palette auf der Fahrzeugladefläche müssen berücksichtigt werden.
Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich?
Die Verantwortung kann mehrere Beteiligte betreffen. § 23 StVO beschreibt Pflichten der fahrzeugführenden Person. Nach § 31 StVZO darf auch der Halter die Inbetriebnahme nicht anordnen oder zulassen, wenn Fahrzeug oder Ladung nicht vorschriftsmäßig sind oder die Verkehrssicherheit beeinträchtigt wird. Je nach Verladeprozess und Vertragsverhältnis können weitere Beteiligte Pflichten haben.
Welche Arbeitsschutzinformationen sind relevant?
Die BG Verkehr bündelt Informationen zum Laden und Sichern. Ergänzend enthält die DGUV Vorschrift 70 „Fahrzeuge“ berufsgenossenschaftliche Vorgaben für gewerblich eingesetzte Fahrzeuge.
Kann der Rahmen in automatisierten Anlagen genutzt werden?
Das Euro-Grundmaß ist mit vielen Anlagen kompatibel. Für Fördertechnik, automatische Lager oder Roboterhandling müssen jedoch Konturen, Toleranzen, Sensorik, Palettenqualität und Prozessgeschwindigkeit geprüft werden.
Ist der Rahmen ein Gefahrgutbehälter?
Nein. Der Aufsatzrahmen allein ist kein zugelassener Gefahrgutbehälter. Gefahrstoffe und Gefahrgüter dürfen nur in dafür geeigneten und gegebenenfalls zugelassenen Verpackungen transportiert werden.
Wie lange ist der Rahmen nutzbar?
Die Lebensdauer hängt von Klapphäufigkeit, Belastung, Reinigung, Temperatur, Transportbeanspruchung und Lagerung ab. Regelmäßige Sichtprüfungen helfen, Schäden an Wänden oder Scharnieren frühzeitig zu erkennen.
Weiterführende Fachinformationen zur Ladungssicherung
- VDI – Sichere Transporte mit der VDI 2700
- BG Verkehr – Lastverteilung und Ladungssicherung
- BG Verkehr – Themenbereich Laden und Sichern
- DGUV Information 208-048 – Sicherung palettierter Ladeeinheiten
- DGUV Vorschrift 70 – Fahrzeuge
- § 22 StVO – Ladung
- § 23 StVO – Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden
- § 31 StVZO – Verantwortung für den Betrieb der Fahrzeuge
Die verlinkten Fachinformationen dienen der allgemeinen Orientierung. Die konkret erforderliche Ladungssicherung muss immer für das jeweilige Ladegut, die Ladeeinheit, das eingesetzte Fahrzeug und den vorgesehenen Transportweg beurteilt werden.
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