Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette für Lebensmittelindustrie und Reinraum – 10039
Die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette mit der Artikelnummer 10039 ist für Anwendungen konzipiert, in denen Sauberkeit, kontrollierte Warenströme und eine zuverlässig wiederholbare Handhabung im Mittelpunkt stehen. Mit geschlossenem Deck, drei durchgehenden Kufen und hohen Traglastwerten verbindet sie die Anforderungen einer belastbaren Mehrwegpalette mit einer Bauweise, die sich besonders für hygienisch sensible Produktions- und Lagerbereiche eignet. Typische Einsatzfelder sind die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, pharmazeutische Betriebe, Medizintechnik, Kosmetikproduktion, Reinraumumgebungen sowie die Lagerung empfindlicher technischer Bauteile.
Das Euro-Format von 1200 x 800 mm erleichtert die Einbindung in viele bestehende Lager-, Transport- und Bereitstellungsprozesse. Gleichzeitig sorgt die geschlossene Deckfläche für eine weitgehend ebene Warenauflage und reduziert offene Strukturen auf der Oberseite, in denen sich Schmutz oder Feuchtigkeit festsetzen könnten. Die graue Farbe unterstützt eine klare optische Unterscheidung zu schwarzen Standard-Industriepaletten und kann dadurch die Zuordnung zu festgelegten Hygiene-, Produktions- oder Materialflussbereichen erleichtern.
Innerhalb des Sortiments der Kunststoffpaletten für Lager, Transport und Produktion ist die 10039 eine spezialisierte Lösung für erhöhte Sauberkeitsanforderungen. Weitere Formate und Bauformen finden Sie in der Kategorie Kunststoffpaletten 1200×800 mm. Die Auswahl sollte nicht allein nach dem Außenmaß erfolgen, sondern nach Lastfall, Deckausführung, Regalnutzung, Reinigungsverfahren und den Anforderungen des jeweiligen Betriebsbereichs.
Technische Daten der Kunststoffpalette 10039
- Artikel-Nr.: 10039
- Abmessungen: 1200 x 800 x 160 mm
- Gewicht: 18 kg
- Traglast statisch: 7.500 kg
- Traglast dynamisch: 1.250 kg
- Traglast Regal: 1.000 kg
- Unterbau: 3 durchgehende Kufen
- Farbe: grau
- Ausführung: geschlossenes Deck
- Option: ohne Rand
- Material: Polyethylen (PE)
- Fertigung: Spritzgussverfahren
- Unterfahrbarkeit: von zwei Seiten mit geeigneten Gabelstaplern und Hubwagen
Die angegebenen Traglasten gelten für unterschiedliche Belastungssituationen und dürfen nicht miteinander gleichgesetzt werden. Für den praktischen Einsatz sind neben dem Gesamtgewicht immer die Lastverteilung, mögliche Punktlasten, der Schwerpunkt, die Auflagebedingungen, die Lagerdauer, die Temperatur, der Palettenzustand und die verwendete Flurfördertechnik zu berücksichtigen.
Was die drei Traglastwerte bedeuten
Für die Auswahl der richtigen Palette sind alle drei Traglastangaben relevant. Die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette erreicht 7.500 kg statische Traglast, 1.250 kg dynamische Traglast und 1.000 kg Regaltraglast. Jeder Wert beschreibt einen anderen Lastfall. Ein hoher statischer Wert bedeutet daher nicht automatisch, dass dieselbe Last während des Transports oder im Hochregal zulässig ist.
Statische Traglast von 7.500 kg
Die statische Traglast gilt für eine ruhende Palette, die auf einer geeigneten, tragfähigen und im Wesentlichen vollflächigen Fläche steht. Typische Beispiele sind das Bodenlager oder Blocklager. Da die Palette nicht bewegt wird, treten keine zusätzlichen Kräfte durch Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfahrt oder Hubbewegungen auf. Die Last sollte möglichst gleichmäßig über die Deckfläche verteilt sein.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern schwere Produkte mit kleinen Auflageflächen. Maschinenfüße, schmale Behälterkufen oder einzelne massive Bauteile können hohe Punktlasten erzeugen. In solchen Fällen kann die lokale Beanspruchung wesentlich höher sein, als es das Gesamtgewicht vermuten lässt. Geeignete Lastverteilplatten oder Kunststoff-Zwischenlagen und Trennblätter können abhängig von der Ladeeinheit dabei helfen, Auflageflächen zu vergrößern und Warenebenen sauber voneinander zu trennen.
Dynamische Traglast von 1.250 kg
Die dynamische Traglast beschreibt die maximale Last beim Transport mit einem geeigneten Gabelstapler oder Hubwagen. Während der Bewegung wirken zusätzliche Kräfte auf Palette und Ladung. Dazu gehören Anheben, Absetzen, Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfahrten, Schwellen, Bodenunebenheiten und Schwingungen. Aus diesem Grund liegt die dynamische Traglast mit 1.250 kg deutlich unter der statischen Traglast.
Für einen zuverlässigen Transport müssen die Gabelzinken ausreichend weit und möglichst gleichmäßig unter die Palette einfahren. Eine einseitige, verkantete oder nur teilweise Aufnahme kann die Konstruktion lokal überbeanspruchen. Auch der Lastschwerpunkt sollte möglichst mittig liegen. Die Palette bildet lediglich die Basis der Ladeeinheit; sie ersetzt keine geeignete Sicherung der darauf befindlichen Waren.
Regaltraglast von 1.000 kg
Die Regaltraglast ist entscheidend, wenn die Palette in einem Hochregal nur auf zwei Regalholmen oder vergleichbaren Auflagelinien abgestützt wird. Zwischen den Auflagen ist die Palette frei gespannt und wird auf Biegung beansprucht. Die Regaltraglast von 1.000 kg ist daher ein eigenständiger technischer Wert. Mit dieser Belastbarkeit ist die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette für anspruchsvolle Regalanwendungen ausgelegt, sofern Regalgeometrie und Ladeeinheit zum vorgesehenen Einsatz passen.
Vor dem Regaleinsatz sollten Holmabstand, Auflagentiefe, Lastverteilung, Lagerdauer und Umgebungstemperatur geprüft werden. Kunststoff kann sich unter lang anhaltender Belastung anders verhalten als bei einer kurzzeitigen Prüfung. Für automatisierte Hochregallager, Shuttle-Systeme oder Regalbediengeräte ist zusätzlich die Kompatibilität mit Sensorik, Übergabestellen und Fördertechnik zu bewerten. Beschädigte oder dauerhaft verformte Paletten sollten nicht weiter im Regal verwendet werden.
Geschlossenes Deck für hohe Sauberkeitsanforderungen
Die geschlossene Deckfläche ist das zentrale Merkmal dieser Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette. Im Vergleich zu einem offenen oder stark durchbrochenen Deck entstehen auf der Oberseite weniger Vertiefungen und Durchbrüche. Dadurch lässt sich der sichtbare Zustand der Warenauflage einfacher kontrollieren, und Reinigungsabläufe können klarer organisiert werden. Kartons, Kisten, geschlossene Behälter und verpackte Waren erhalten zugleich eine zusammenhängende Auflagefläche.
Eine geschlossene Oberfläche bedeutet nicht, dass sich eine Palette ohne Prüfung für jeden Hygieneprozess eignet. Auch Unterseite, Kufen, Kanten und Übergangsbereiche müssen in die Reinigung einbezogen werden. Entscheidend ist der vollständige betriebliche Ablauf: Annahme verschmutzter Ladungsträger, Vorreinigung, Reinigung, gegebenenfalls Desinfektion, Spülung, Trocknung, Sichtkontrolle, Freigabe und geschützte Lagerung bis zum nächsten Einsatz.
Die graue Farbgebung kann als Bestandteil eines Farbcodierungssystems dienen. Unternehmen können beispielsweise graue Paletten einem hygienisch sensiblen Bereich, einer bestimmten Produktgruppe oder einem geschlossenen Mehrwegkreislauf zuordnen. Die Farbe ist jedoch kein Hygienenachweis. Sie unterstützt die Organisation, während der tatsächliche Freigabestatus durch Reinigung, Prüfung und betriebliche Kennzeichnung sichergestellt werden muss.
HACCP, GMP und Reinraum richtig einordnen
In der Lebensmittelindustrie ist die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette vor allem als Ladungsträger für verpackte Lebensmittel, Zutatenbehälter, Kartons, Kisten und geschlossene Gebinde vorgesehen. Ihre glatte, feuchtigkeitsresistente Oberfläche unterstützt Reinigungs- und Kontrollprozesse. Die Palette allein stellt jedoch kein vollständiges Hygienekonzept dar. Lebensmittelunternehmen müssen mögliche Gefahren im gesamten Prozess bewerten und geeignete Maßnahmen festlegen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung erläutert das HACCP-Konzept als systematischen Ansatz zur Erkennung, Bewertung und Beherrschung gesundheitlicher Gefahren in der Lebensmittelkette. Für die Palettennutzung bedeutet dies, dass Reinigungszustand, Einsatzbereich, mögliche Kreuzkontaminationen, Transportwege und Freigabekriterien in das betriebliche Eigenkontrollsystem eingebunden werden sollten.
In pharmazeutischen Betrieben und in der Medizintechnik stehen zusätzlich dokumentierte Reinigungsabläufe, Kontaminationskontrolle und nachvollziehbare Materialflüsse im Mittelpunkt. Die GMP-Leitlinien der Europäischen Kommission in EudraLex Volume 4 betreffen das gesamte Qualitätssystem eines Betriebs. Eine Kunststoffpalette ist deshalb nicht allein aufgrund ihres Materials pauschal „GMP-zertifiziert“. Sie kann jedoch aufgrund ihrer geschlossenen Oberfläche und Reinigbarkeit als geeigneter Ladungsträger in einen GMP-orientierten Prozess eingebunden werden.
Für Reinraumumgebungen müssen Reinraumklasse, Partikelanforderungen, Schleusenprozesse, Reinigungsverfahren und Materialfreigaben berücksichtigt werden. Für die Artikelnummer 10039 ist keine bestimmte Reinraumklasse angegeben. Die Eignung der Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette sollte deshalb durch den Betreiber anhand des konkreten Reinraumkonzeptes beurteilt werden. Das gilt besonders bei direkter Einschleusung in kontrollierte Produktionszonen.
Material und Verarbeitung aus Polyethylen
Die Kunststoffpalette 10039 wird im Spritzgussverfahren aus Polyethylen gefertigt. Dieses Verfahren ermöglicht eine reproduzierbare Geometrie und gleichbleibende Außenabmessungen. Gerade in wiederkehrenden Logistikprozessen ist Maßhaltigkeit wichtig, weil Palette, Regal, Fördertechnik und Verpackung regelmäßig miteinander funktionieren müssen.
Polyethylen ist feuchtigkeitsresistent und nimmt im üblichen Einsatz kein Wasser wie saugfähiges Holz auf. Dadurch quillt die Palette bei Kontakt mit Feuchtigkeit nicht auf und verändert ihr Eigengewicht nicht durch Wasseraufnahme. Das ist besonders in Waschbereichen, Kühlzonen, Getränkeproduktion und anderen feuchten Betriebsumgebungen von Vorteil. Die splitterfreie Oberfläche reduziert zudem das Risiko loser Holzbestandteile oder hervorstehender Nägel.
Die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette ist gegenüber vielen üblichen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln beständig. Die konkrete Verträglichkeit hängt jedoch von Wirkstoff, Konzentration, Temperatur, Einwirkzeit und Häufigkeit der Anwendung ab. Bei aggressiven Medien oder besonderen Reinigungsverfahren sollte die Materialverträglichkeit vor dem Serieneinsatz geprüft werden. Ein verbindlicher Temperaturbereich ist in den vorliegenden Produktdaten nicht angegeben und sollte bei Tiefkühl-, Heißreinigungs- oder stark wechselnden Temperaturbedingungen separat geklärt werden.
Reinigung, Desinfektion und Trocknung
Eine hygienisch geeignete Palette entfaltet ihren Nutzen nur in Verbindung mit einem definierten Reinigungsprozess. Vor der Reinigung sollte die Palette auf sichtbare Verschmutzungen, Risse, Verformungen und Schäden an Kufen oder Deckfläche kontrolliert werden. Grobe Rückstände sind zu entfernen, bevor Reinigungs- oder Desinfektionsmittel eingesetzt werden.
Das Verfahren sollte an die Art der Verschmutzung und die betriebliche Hygienestufe angepasst sein. Möglich sind manuelle oder maschinelle Reinigungsprozesse. Dabei müssen Dosierung, Einwirkzeit, Wassertemperatur, mechanische Beanspruchung und anschließende Spülung auf das Material abgestimmt werden. Nach der Reinigung ist eine ausreichende Trocknung wichtig, damit keine Restfeuchtigkeit in den nächsten Prozessabschnitt eingebracht wird.
Die Reinigungsfrequenz lässt sich nicht allein aus der Zahl der Umläufe ableiten. Sie richtet sich nach Einsatzbereich, Produktgruppe, Verschmutzungsrisiko und besonderen Ereignissen wie Leckagen oder Bodenkontakt. In kontrollierten Bereichen kann eine eindeutige Trennung zwischen ungereinigten, gereinigten und freigegebenen Paletten sinnvoll sein. Die graue Farbe erleichtert dabei die visuelle Organisation, ersetzt jedoch keine dokumentierte Statuskennzeichnung.
Handhabung mit Gabelstapler und Hubwagen
Die drei durchgehenden Kufen ermöglichen eine Aufnahme von zwei Seiten mit geeigneten Gabelstaplern und Hubwagen. Vor der Einführung in einen bestehenden Betrieb sollten Einfahrhöhe, Gabelbreite, Gabelabstand, Rollenposition und Einfahrtiefe geprüft werden. Nicht jeder Hubwagen und nicht jede automatisierte Flurfördertechnik ist ohne Test mit jeder Kufenpalette kompatibel.
Beim Transport muss die vollständige Ladeeinheit berücksichtigt werden. Das Gewicht von 18 kg ist zum Ladegewicht hinzuzurechnen. Fahrer sollten ruckartige Bewegungen vermeiden und die Geschwindigkeit an Boden, Kurven, Rampen und Sichtverhältnisse anpassen. Für die Auslegung der Ladeeinheit ist nicht nur die Tragfähigkeit der Palette entscheidend, sondern auch die Stabilität der Warenstapel und deren Widerstand gegen Verschieben oder Kippen.
Ladungssicherung auf der Hygienepalette
Die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette stellt eine belastbare Basis bereit, ersetzt aber keine fachgerechte Ladungssicherung. Die DGUV Information „Sicherung palettierter Ladeeinheiten“ beschreibt grundlegende Anforderungen und mögliche Sicherungsmethoden für Transport, Lagerung und Stapelung. Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt von Ware, Verpackung, Schwerpunkt, Transportweg und auftretenden Kräften ab.
Je nach Anwendung kommen Stretchfolie, Umreifung, Kantenschutz, rutschhemmende Zwischenlagen oder formschlüssige Verpackungssysteme in Betracht. Für Kartons, Kisten, Flaschen, Dosen oder Gebinde können wiederverwendbare Paletten-Zwischenlagen aus Kunststoff Warenebenen trennen und die Lastverteilung unterstützen. Bei runden oder zylindrischen Gütern sind gegebenenfalls Palettenkeile zur Ladungssicherung zu prüfen.
Die optionale Ausführung ohne Rand kann sinnvoll sein, wenn Kartons oder Behälter bündig auf der Deckfläche stehen sollen oder ein Rand mit dem Verpackungsmaß kollidiert. Ein vorhandener Rand kann bei passenden Ladeeinheiten die Positionierung unterstützen. Die Entscheidung sollte anhand der tatsächlichen Produktabmessungen und der eingesetzten Fördertechnik getroffen werden.
Stapelbarkeit, Lagerung und Rückführung
Im Leerzustand können mehrere Paletten übereinandergestapelt werden. Dadurch lässt sich die verfügbare Lagerfläche bei Bereitstellung und Rückführung effizient nutzen. Da die 10039 drei durchgehende Kufen besitzt, handelt es sich nicht um eine ineinander nestbare Palette. Die tatsächliche Stapelhöhe muss an Bodenebenheit, Raumhöhe, betriebliche Sicherheitsvorgaben und die Stabilität des Leerstapels angepasst werden.
Gereinigte Paletten sollten geschützt vor erneuter Verschmutzung gelagert werden. In einem Mehrwegkreislauf empfiehlt sich eine eindeutige Prozessführung vom Rücklauf über Reinigung und Prüfung bis zur erneuten Ausgabe. Beschädigte Paletten sind auszusondern, damit sie nicht versehentlich wieder in das Regal, die Produktion oder einen hygienisch sensiblen Bereich gelangen.
Bei wiederkehrenden Umläufen kann die Kombination aus formstabiler Konstruktion, Feuchtigkeitsresistenz und gleichbleibender Geometrie wirtschaftliche Vorteile bieten. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt von Belastung, Temperatur, Fahrwegen, Reinigungschemie und sorgfältigem Handling ab. Eine pauschale Zahl von Umläufen ist für die Artikelnummer 10039 nicht angegeben.
Vorteile gegenüber Holzpaletten
- keine ISPM-15-Behandlung der Kunststoffpalette für den Export erforderlich
- splitterfrei und ohne hervorstehende Nägel
- feuchtigkeitsresistent und witterungsbeständig
- geschlossenes Deck mit gut kontrollierbarer Warenauflage
- leicht zu reinigen und zu desinfizieren
- kein Aufquellen durch Wasseraufnahme wie bei Holz
- reproduzierbare Abmessungen für standardisierte Prozesse
- formstabil bei sachgerechtem Mehrwegeinsatz
- gleichbleibende Qualität über wiederkehrende Umläufe
- klare optische Zuordnung durch graue Farbgebung
Beim internationalen Warenverkehr ist eine wichtige Abgrenzung erforderlich: ISPM 15 regelt nicht die allgemeine Betriebshygiene, sondern phytosanitäre Anforderungen an bestimmtes Verpackungsmaterial aus Holz. Da die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette aus PE besteht, benötigt sie selbst keine entsprechende Holzbehandlung oder ISPM-15-Kennzeichnung.
Enthält eine Sendung zusätzlich Rohholzkomponenten wie Kisten, Kanthölzer oder Stauhölzer, müssen diese separat beurteilt werden. Ebenso bleiben länderspezifische Importvorgaben und Anforderungen an die vollständige Exportverpackung bestehen. Die Materialwahl der Palette ersetzt daher keine Prüfung des gesamten Verpackungs- und Versandkonzeptes.
Einsatzbereiche der Kunststoffpalette 10039
Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette eignet sich für verpackte Lebensmittel, geschlossene Rohstoffbehälter, Kartons, Kisten und Gebinde. Typische Einsatzpunkte sind Wareneingang, Produktion, Verpackung, Kühlbereich, Zwischenlagerung und Versand. Die geschlossene Deckfläche erleichtert die Sichtkontrolle und unterstützt definierte Reinigungsprozesse. Für direkten Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln sind die erforderlichen Nachweise für den konkreten Anwendungsfall zu prüfen.
Pharma und Medizintechnik
In Pharma- und Medizintechnikbetrieben kann die Palette für verpackte Ausgangsstoffe, Komponenten und Fertigwaren eingesetzt werden. Wichtig sind dokumentierte Reinigungszustände, kontrollierte Übergänge zwischen Bereichen und eine klare Rückverfolgbarkeit. Die Eignung muss in das Qualitätsmanagement des jeweiligen Betriebs eingebunden werden.
Reinraum und kontrollierte Produktionsbereiche
Die glatte Kunststoffoberfläche und das geschlossene Deck sind auf hohe Sauberkeitsanforderungen ausgerichtet. Vor einer Reinraumfreigabe müssen dennoch Partikelanforderungen, Einschleusung, Reinigungsverfahren und Materialverträglichkeit bewertet werden. Für die 10039 ist keine konkrete Reinraumklasse bestätigt.
Kosmetikindustrie
Bei der Herstellung und Verpackung kosmetischer Produkte unterstützt die graue Hygienepalette klar organisierte Materialflüsse. Sie kann verpackte Rohstoffe, Behälter, Verpackungsmaterialien und Fertigwaren aufnehmen, sofern Lastverteilung und Reinigungsanforderungen berücksichtigt werden.
Empfindliche technische Bauteile
Auch optische, elektronische oder feinmechanische Komponenten werden häufig in sauberen Montage- und Lagerbereichen bewegt. Die Palette bietet eine geschlossene Auflage für geeignete Behälter und Verpackungen. Eine ESD-Eignung ist für die 10039 nicht angegeben und darf nicht vorausgesetzt werden.
Unterschied zu Semi-Hygienepaletten und Standardpaletten
Im Vergleich zu Semi-Hygienepaletten ist die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette konsequent auf kontrollierte Sauberkeitsbereiche ausgerichtet. Die graue Farbe und das geschlossene Deck unterstützen die klare Zuordnung zu Lebensmittel-, Pharma- oder Reinraumprozessen. Für Standardanwendungen ohne besondere Hygieneanforderungen kann eine leichtere oder einfacher aufgebaute Palette wirtschaftlicher sein.
Die Semi-Hygienepalette 10367 mit offenem Deck ist eine Alternative, wenn Luftzirkulation, Wasserablauf oder eine offene Bauweise gewünscht sind. Die Semi-Hygienepalette 10369 mit geschlossenem Deck kann für belastbare Standard-, Export- und Industrieprozesse geprüft werden. Für klassische Transport- und Lageraufgaben mit geringerem Eigengewicht steht außerdem die Kunststoff-Europalette 10361 zur Verfügung.
Wenn Standardabmessungen, Unterbau oder Ausstattung nicht zum Prozess passen, bieten Kunststoffpaletten im Sonderbau eine Möglichkeit, Geometrie und konstruktive Merkmale an besondere Waren oder Förderanlagen anzupassen. Für zusätzliche Seitenstabilität oder Warenschutz können außerdem Kunststoff-Aufsatzrahmen im Format 1200×800 mm geprüft werden. Die Kompatibilität muss immer anhand der konkreten Palette und Ladeeinheit beurteilt werden.
Entscheidungshilfe für Einkauf und Logistikplanung
Die Artikelnummer 10039 ist besonders interessant, wenn ein geschlossenes Deck, das Euro-Format 1200 x 800 mm und hohe Traglasten zusammen benötigt werden. Für die Beschaffung sollten jedoch nicht nur Maße und maximale Lastwerte betrachtet werden. Entscheidend ist, ob die Palette in den gesamten Prozess passt.
- Welche Waren und Verpackungen werden auf der Palette transportiert?
- Wie verteilt sich das Gewicht auf der Deckfläche?
- Entstehen kleine oder scharfkantige Punktlasten?
- Wird die Palette im Bodenlager, Blocklager oder Hochregal eingesetzt?
- Wie groß sind Holmabstand und Auflagentiefe?
- Welche Stapler, Hubwagen oder automatisierten Fahrzeuge werden verwendet?
- Ist eine Nutzung auf Rollenbahnen oder Kettenförderern vorgesehen?
- Welche Reinigungs- und Desinfektionsmittel kommen zum Einsatz?
- Welche Temperaturen und Lagerzeiten treten auf?
- Bestehen Anforderungen an Lebensmittelkontakt, GMP oder Reinraumklasse?
- Wird ein Rand benötigt oder ist die randlose Ausführung vorteilhafter?
- Wie werden Paletten gekennzeichnet, geprüft und zurückgeführt?
Je genauer diese Angaben vorliegen, desto zuverlässiger lässt sich beurteilen, ob die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette für den vorgesehenen Prozess geeignet ist. Bei Regalanwendungen und automatisierter Fördertechnik empfiehlt sich eine Prüfung mit der vollständigen Ladeeinheit unter realistischen Bedingungen.
Häufige Fragen zur Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette
Was ist eine Kunststoff-Hygienepalette?
Eine Kunststoff-Hygienepalette ist ein wiederverwendbarer Ladungsträger, dessen Oberfläche und Bauweise auf gut kontrollierbare Reinigungsprozesse ausgerichtet sind. Die 10039 besitzt ein geschlossenes Deck, drei durchgehende Kufen und eine graue Farbgebung zur optischen Zuordnung in sensiblen Betriebsbereichen.
Ist die Palette für direkten Lebensmittelkontakt geeignet?
Die Palette ist für Transport und Lagerung verpackter Lebensmittel konzipiert. Für direkten Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln müssen die erforderlichen Material- und Konformitätsnachweise für den konkreten Einsatz geprüft werden. Eine pauschale Freigabe ist in den vorliegenden Produktdaten nicht angegeben.
Erfüllt die Palette HACCP-Anforderungen?
Die geschlossene und gut zu reinigende Konstruktion kann ein HACCP-orientiertes Hygienekonzept unterstützen. HACCP bezieht sich jedoch auf den gesamten betrieblichen Prozess. Reinigung, Statuskennzeichnung, Verkehrswege und mögliche Kreuzkontaminationen müssen in der betrieblichen Gefahrenanalyse berücksichtigt werden.
Ist die Palette GMP-zertifiziert?
Für die Artikelnummer 10039 ist keine pauschale GMP-Zertifizierung angegeben. Die Palette kann aufgrund ihrer Bauweise in GMP-orientierten Bereichen eingesetzt werden, wenn der Betreiber sie in seine Reinigungs-, Qualitäts- und Freigabeprozesse einbindet.
Ist die Kunststoffpalette für Reinräume geeignet?
Die 10039 ist auf Anwendungen mit hohen Sauberkeitsanforderungen und Reinraumumgebungen ausgerichtet. Eine konkrete Reinraumklasse ist nicht genannt. Deshalb müssen Partikelanforderungen, Reinigungsverfahren und Einschleusung anwendungsbezogen geprüft werden.
Warum ist die Hygienepalette grau statt schwarz?
Die graue Farbgebung erleichtert die optische Unterscheidung zu schwarzen Standard-Industriepaletten. Sie kann zur Zuordnung bestimmter Hygienezonen, Produktgruppen oder Mehrwegkreisläufe genutzt werden. Die Farbe selbst stellt jedoch keinen Hygienenachweis dar.
Kann die Palette mehrfach gereinigt und desinfiziert werden?
Ja. Die Kunststoffpalette 1200×800 mm Hygienepalette ist für den Mehrwegeinsatz und wiederkehrende Reinigung vorgesehen. Die Verträglichkeit des jeweiligen Mittels hängt von Wirkstoff, Konzentration, Temperatur und Einwirkzeit ab und sollte bei aggressiven Verfahren geprüft werden.
Wie hoch ist die Traglast der Palette?
Die statische Traglast beträgt 7.500 kg, die dynamische Traglast 1.250 kg und die Regaltraglast 1.000 kg. Welcher Wert gilt, hängt von der konkreten Belastungssituation ab. Die Werte setzen eine geeignete Lastverteilung, passende Auflagebedingungen und eine unbeschädigte Palette voraus.
Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer Traglast?
Die statische Traglast gilt für die ruhende Palette auf einer geeigneten Fläche. Die dynamische Traglast gilt während des Transports mit Stapler oder Hubwagen. Bewegungen, Bremskräfte und Bodenunebenheiten führen dazu, dass der dynamische Wert niedriger ist.
Kann die Palette im Hochregal eingesetzt werden?
Ja, für die 10039 ist eine Regaltraglast von 1.000 kg angegeben. Vor dem Einsatz müssen Holmabstand, Auflagentiefe, Lastverteilung, Lagerdauer und Temperatur geprüft werden. Die statische Traglast von 7.500 kg darf nicht als Regaltraglast angesetzt werden.
Ist die Palette stapelbar oder nestbar?
Die Palette kann im Leerzustand übereinandergestapelt werden. Aufgrund der drei durchgehenden Kufen ist sie nicht als ineinander nestbare Palette beschrieben. Leerstapel müssen auf einer ebenen Fläche stehen und gegen unbeabsichtigtes Verschieben geschützt werden.
Kann die Palette mit Hubwagen verwendet werden?
Ja, die Palette kann von zwei Seiten mit geeigneten Hubwagen und Gabelstaplern aufgenommen werden. Einfahrhöhe, Gabelrollen, Zinkenabstand und Einfahrtiefe sollten mit den im Betrieb verwendeten Geräten geprüft werden.
Braucht die Kunststoffpalette beim Export eine ISPM-15-Behandlung?
Nein. ISPM 15 betrifft bestimmtes Verpackungsmaterial aus Holz. Die Kunststoffpalette selbst benötigt keine entsprechende Holzbehandlung. Zusätzliche Rohholzkomponenten der Sendung müssen jedoch separat bewertet werden.
Ist die Palette für Tiefkühlbereiche geeignet?
Polyethylen wird häufig in feuchten und gekühlten Umgebungen eingesetzt. Für die 10039 ist jedoch kein verbindlicher Temperaturbereich angegeben. Vor dem Einsatz bei Tiefkühltemperaturen oder häufigen Temperaturwechseln sollte die Eignung individuell geprüft werden.
Kann die Palette auf Fördertechnik eingesetzt werden?
Eine Nutzung auf Rollenbahnen, Kettenförderern oder automatisierten Systemen kann möglich sein. Dafür müssen Kufenunterstützung, Förderrichtung, Übergänge, Sensorik und die vollständige Ladeeinheit geprüft werden. Das Standardmaß allein ist keine automatische Anlagenfreigabe.
Wie unterscheidet sich die 10039 von einer Semi-Hygienepalette?
Die 10039 ist stärker auf hygienisch sensible Bereiche, Reinraumprozesse und klare optische Zuordnung ausgerichtet. Semi-Hygienepaletten können bei Standard-, Industrie- oder Exportanwendungen wirtschaftlicher sein. Die Entscheidung hängt von Deckausführung, Reinigung, Traglast und Prozessanforderungen ab.
Ist die Palette recycelbar?
Polyethylen ist grundsätzlich werkstofflich verwertbar. Die tatsächliche Recyclingmöglichkeit hängt vom Zustand, von möglichen Verunreinigungen und von den verfügbaren Rücknahme- oder Entsorgungswegen ab. Kontaminierte Paletten können besondere Anforderungen an die Entsorgung stellen.
Welche Angaben werden für eine Anfrage benötigt?
Hilfreich sind Stückzahl, Lieferort, gewünschter Termin, Art und Gewicht der Ware, Lastverteilung, Regaltyp, Fördertechnik, Temperaturbereich, Reinigungsverfahren und gewünschte Ausführung mit oder ohne Rand. Bei regulierten Anwendungen sollten außerdem erforderliche Nachweise und Freigabekriterien genannt werden.
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