Kunststoffpalette 1200×800 mm | Leichte Einwegpalette Exportpalette und Nestpalette – 10016
Die Kunststoffpalette 1200×800 mm 10016 ist eine leichte Export- und Einwegpalette im europäischen Standardformat. Mit einem Eigengewicht von 5,8 kg, einer statischen Traglast von 2.500 kg und einer dynamischen Traglast von 1.200 kg richtet sie sich an Unternehmen, die das Gewicht des Ladungsträgers reduzieren und zugleich eine belastbare Grundlage für verpackte Waren schaffen möchten. Typische Einsatzfelder sind internationale Lieferketten, Luft- und Seefracht, LKW-Versand, Distribution, Projektlogistik und innerbetriebliche Bereitstellung.
Die nestbare Bauweise ist besonders dann wirtschaftlich, wenn größere Mengen leerer Paletten gelagert, zum Verpackungsplatz transportiert oder nach einem Einsatz zurückgeführt werden. Leere Paletten können in der vorgesehenen Konfiguration platzsparend ineinandergestellt werden. Dadurch sinkt der Volumenbedarf gegenüber nicht nestbaren Ladungsträgern. Die 10016 verbindet diese Leerguteffizienz mit dem Euro-Format 1200 x 800 mm und eignet sich damit für viele standardisierte Verpackungs- und Versandabläufe.
Innerhalb der Kunststoffpaletten 1200×800 mm ist die 10016 als leichte Lösung mit höherer dynamischer Traglast als die noch leichtere Variante 10015U positioniert. Sie ist keine ausgewiesene Regalpalette: Für eine frei auf Regalholmen stehende Lagerung ist auf der Produktseite keine Regaltraglast angegeben. Der Einsatzzweck sollte deshalb immer aus Ladegewicht, Lastverteilung, Transportweg, Flurfördertechnik, Sicherungskonzept und gewünschter Umlaufzahl abgeleitet werden.
Technische Daten der Kunststoffpalette 10016
- Artikel: Kunststoffpalette 1200×800 mm, Leichtpalette, Einwegpalette, Exportpalette, Nestpalette
- Artikel-Nr.: 10016
- Abmessungen: 1200 x 800 x 140 mm
- Gewicht: 5,8 kg
- Traglast statisch: 2.500 kg
- Traglast dynamisch: 1.200 kg
- Traglast Regal: keine Regaltraglast angegeben
- Unterbau: 3 Kufen
- Farbe: schwarz
- Material: Polyethylen (PE)
- Fertigung: Spritzgussverfahren
- Ausführung: nestbar, optional ohne Rand
Traglastangaben gelten nur unter geeigneten Einsatzbedingungen. Punktlasten, ungleichmäßige Beladung, hohe Schwerpunkte, Temperatur, Lagerdauer, Auflagebedingungen, Zustand der Palette und dynamische Belastungsspitzen können die tatsächlich nutzbare Belastbarkeit beeinflussen. Für kritische Anwendungen ist die vollständige Ladeeinheit technisch zu prüfen.
Einordnung als leichte Einwegpalette und Exportpalette
Der Begriff Einwegpalette beschreibt in erster Linie die logistische Planung: Die Palette ist für Versandketten gedacht, in denen eine Rückführung nicht sicher organisiert oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Er bedeutet nicht, dass die Palette nach einer einzigen Bewegung automatisch entsorgt werden muss. Ist sie unbeschädigt, sauber und für die nächste Anwendung geeignet, kann eine erneute Nutzung geprüft werden. Eine verbindliche Anzahl möglicher Umläufe lässt sich jedoch nicht pauschal nennen, weil sie von Ladegut, Umschlaghäufigkeit, Fahrwegen, Temperaturen und Handhabung abhängt.
Als Leichtpalette reduziert die 10016 den Anteil des Verpackungsgewichts an der gesamten Sendung. Das ist insbesondere relevant, wenn Frachtkosten nach tatsächlichem Gewicht, Volumengewicht oder einer Kombination aus Gewicht und Raum berechnet werden. Das geringe Eigengewicht darf dennoch nicht isoliert betrachtet werden: Eine zu schwach ausgewählte Palette kann zu beschädigten Ladeeinheiten, Störungen beim Umschlag oder zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen führen. Die 10016 ist deshalb vor allem dann interessant, wenn die dynamische Last von maximal 1.200 kg ausreicht und keine bestätigte Regaltraglast benötigt wird.
Was statische und dynamische Traglast bedeuten
Statische Traglast: 2.500 kg
Die statische Traglast beschreibt die Belastung einer ruhenden Palette auf einem ausreichend ebenen, stabilen und tragfähigen Untergrund. Typische Situationen sind Bodenlagerung, Blocklager, Versandbereitstellung oder ein stationärer Pufferplatz. Die Last sollte möglichst gleichmäßig über die Deckfläche verteilt sein. Schmale Maschinenfüße, Metallkanten, Rollen, punktuell aufstehende Behälter oder einseitig platzierte schwere Bauteile erzeugen lokale Spannungen, die deutlich höher sein können als bei flächiger Beladung.
Bei solchen Lastbildern kann eine geeignete Lastverteilung erforderlich sein. Wiederverwendbare Kunststoff-Zwischenlagen und Trennblätter können je nach Ausführung die Auflagefläche vergrößern, einzelne Warenlagen trennen oder empfindliche Verpackungen gegen die Deckstruktur schützen. Eine Zwischenlage erhöht jedoch nicht automatisch die Traglast der Palette; sie muss selbst passend dimensioniert und gegen Verrutschen gesichert sein.
Dynamische Traglast: 1.200 kg
Die dynamische Traglast gilt während der Bewegung mit geeigneter Flurfördertechnik. Beim Anheben, Anfahren, Bremsen, Kurvenfahren, Überfahren von Schwellen und Absetzen entstehen zusätzliche Kräfte. Deshalb liegt die dynamische Traglast unter der statischen Traglast. Für die praktische Auswahl sind nicht nur 1.200 kg Ladegewicht, sondern auch Schwerpunkt, Stapelhöhe, Verpackungsstabilität, Gabelposition, Fahrgeschwindigkeit und Zustand des Transportwegs maßgeblich.
Keine angegebene Regaltraglast
Für die 10016 ist keine Regaltraglast ausgewiesen. Sie sollte daher nicht allein aufgrund ihrer statischen oder dynamischen Traglast für eine Lagerung auf zwei Regalholmen freigegeben werden. Im Regal wird die Palette zwischen den Auflagen frei gespannt; Durchbiegung und Dauerbelastung unterscheiden sich grundlegend von einer vollflächigen Bodenlagerung. Benötigt der Prozess eine Hochregal- oder Langzeitlagerung, sollte eine Palette mit bestätigter Regaltraglast gewählt oder die Anwendung ausdrücklich technisch freigegeben werden.
Nestbare Bauweise und Vorteil im Leergutprozess
Bei nestbaren Paletten greifen die Unterseiten leerer Ladungsträger teilweise ineinander. Dadurch entsteht ein kompakterer Leerstapel als bei starren, nur aufeinanderstehenden Paletten. Dieser Vorteil wirkt an drei Stellen: bei der Bevorratung vor dem Verpacken, beim internen Transport leerer Paletten und bei einer möglichen Rückführung. Besonders bei hohen Stückzahlen kann der geringere Raumbedarf Stellflächen, Transportbewegungen und die Zahl benötigter Leergutstellplätze reduzieren.
Für die Planung sollten die tatsächliche Nesthöhe, die Anzahl Paletten je Stapel, die zulässige Stapelhöhe und die konkrete Kufen- beziehungsweise Leergutkonfiguration angefragt werden. Hohe Leerstapel müssen auf ebenem Boden stehen und gegen Anfahren oder Umkippen geschützt sein. Beschädigte Paletten gehören nicht in einen stabilen Leerstapel und sollten ausgesondert werden.
Das Euro-Format erleichtert die Integration in viele bestehende Verpackungsplätze. Trotzdem ist eine Abmessung von 1200 x 800 mm allein keine Garantie für die Kompatibilität mit Palettenmagazinen, Rollenbahnen, Kettenförderern oder automatischen Übergabestationen. Sensorik, Auflageflächen, Unterfahrhöhe und die Geometrie des Unterbaus müssen zum jeweiligen System passen.
Material, Fertigung und Verhalten im Betrieb
Die Kunststoffpalette 1200×800 mm wird aus Polyethylen im Spritzgussverfahren gefertigt. Dieses Verfahren ermöglicht reproduzierbare Konturen und eine gleichbleibende Grundgeometrie innerhalb der Baureihe. Kunststoff splittert nicht wie beschädigtes Holz und enthält keine Nägel oder hervorstehenden Metallteile. Die Palette nimmt Feuchtigkeit nicht in der für Holz typischen Weise auf und quillt dadurch nicht auf. Das ist bei wechselnden Klimabedingungen, Seefracht und zeitweiser Außenbereitstellung ein praktischer Vorteil.
Die schwarze Ausführung wird auf der bestehenden Produktseite als UV-stabilisiert beschrieben. Eine UV-Stabilisierung verzögert materialbedingte Alterung, ersetzt aber keine sachgerechte Lagerung. Dauerhafte Sonneneinstrahlung, extreme Temperaturen, Chemikalien, wiederholte Stöße und Überlastung können die Nutzungsdauer beeinflussen. Vor jedem erneuten Einsatz sollten Deck, Füße beziehungsweise Kufen, Kanten und Aufnahmepunkte auf Risse, Verformungen und andere Schäden kontrolliert werden.
Die chemische Beständigkeit von Polyethylen hängt vom konkreten Stoff, seiner Konzentration, Temperatur und Einwirkdauer ab. Für aggressive Medien, Gefahrstoffe oder besondere Reinigungschemikalien ist deshalb eine anwendungsbezogene Prüfung erforderlich. Die Palette ersetzt bei flüssigen Gefahrstoffen keine vorgeschriebene Auffang- oder Gefahrstofflösung.
Handhabung mit Gabelstapler und Hubwagen
Die dynamische Traglast von 1.200 kg bezieht sich auf den Transport unter geeigneten Bedingungen. Gabelzinken sollten ausreichend weit, mittig und parallel unter die Palette eingeführt werden. Einseitiges Anheben, nur teilweise eingeführte Zinken oder das Anschlagen mit den Gabelspitzen können lokale Schäden verursachen. Fahrer müssen die Geschwindigkeit an Ladehöhe, Schwerpunkt, Boden und Sichtverhältnisse anpassen.
Ob ein bestimmter Hubwagen verwendet werden kann, hängt von Unterfahrhöhe, Rollenposition, Gabellänge und konkreter Kufenanordnung ab. Vor Serienfreigabe empfiehlt sich deshalb ein Praxistest mit der tatsächlich eingesetzten Flurfördertechnik. Gleiches gilt für Förderanlagen und Palettenmagazine. Eine leichte Palette kann sehr effizient sein, reagiert aber auf ungeeignete Auflagepunkte und Stoßbelastungen empfindlicher als eine für Schwerlast oder Hochregal ausgelegte Palette.
Export ohne ISPM-15-Behandlung der Kunststoffpalette
ISPM 15 regelt phytosanitäre Maßnahmen für bestimmtes Verpackungsmaterial aus Rohholz im internationalen Handel. Die offizielle IPPC-Information zu ISPM 15 nennt unter anderem Holzpaletten, Kisten, Stauholz, Kabeltrommeln und Spulen aus relevantem Rohholz. Eine vollständig aus Kunststoff bestehende Palette fällt nicht unter die vorgeschriebene Behandlung dieses Holzverpackungsmaterials. Für die Kunststoffpalette selbst sind daher keine ISPM-15-Hitzebehandlung, Begasung oder entsprechende Holzkennzeichnung erforderlich.
Das ist keine pauschale Exportzulassung für jede Sendung. Maßgeblich bleiben Ware, Zielland, Verpackung, Gefahrgutstatus, Zollanforderungen und gegebenenfalls weitere Bestandteile der Ladeeinheit. Werden Rohholzleisten, Holzkisten, Stauhölzer oder andere Holzkomponenten ergänzt, müssen diese separat geprüft werden. Auch Anforderungen von Kunden, Airlines, Reedereien oder internen Verpackungsrichtlinien können über ISPM 15 hinausgehen.
Für international versendende Unternehmen reduziert die Kunststoffpalette dennoch einen typischen Prüfschritt der Holzverpackung. Das kann die Vorbereitung vereinfachen und das Risiko vermeiden, dass eine Holzpalette wegen fehlender oder unleserlicher Kennzeichnung beanstandet wird.
Gewichtsvorteil und wirtschaftliche Bewertung
Mit 5,8 kg ist die 10016 deutlich leichter als viele robuste Mehrweg- oder Holzpaletten. Der wirtschaftliche Vorteil lässt sich am besten über eine sendungsbezogene Rechnung bewerten: Differenz zum bisherigen Ladungsträger multipliziert mit der Palettenzahl, anschließend ergänzt um Frachtpreis, Volumenbedarf, Beschaffungsaufwand und mögliche Rückführung. Wird beispielsweise ein 20 kg schwerer Ladungsträger ersetzt, sinkt das Verpackungsgewicht rechnerisch um 14,2 kg je Palette. Bei 26 Paletten wären das rund 369 kg. Dieses Beispiel ist keine allgemeine LKW-Beladungsregel, sondern zeigt nur die Wirkung der Gewichtsdifferenz.
In der Luftfracht kann die Gewichtsersparnis besonders relevant sein. In der Seefracht und im Straßentransport spielen zusätzlich Volumen, Container- oder Fahrzeugauslastung und Umschlagbedingungen eine Rolle. Durch die Nestbarkeit kann auch der Leergutprozess wirtschaftlicher werden. Dem steht gegenüber, dass eine leichte Exportpalette nicht für jede hohe Punktlast, Regalanwendung oder langjährige Mehrwegbeanspruchung vorgesehen ist. Die günstigste Lösung ist daher die Palette, die den realen Prozess sicher erfüllt, nicht automatisch das leichteste Modell.
Ladungssicherung: Palette, Ware und Fahrzeug gemeinsam betrachten
Eine Kunststoffpalette bildet die Basis einer Ladeeinheit, ersetzt aber keine fachgerechte Ladungssicherung. Verpackung, Schwerpunkt, Reibwerte, Stapelhöhe, Formschluss, Zurrmittel, Fahrzeugaufbau und Transportweg müssen zusammenpassen. Die BG Verkehr erläutert Lastverteilung und Ladungssicherung und weist darauf hin, dass Ladung bei Richtungs- und Geschwindigkeitsänderungen verrutschen, verrollen, kippen oder herabfallen kann. Dort werden unter anderem Formschluss, Zurrmittel, rutschhemmende Materialien, Keile und weitere Hilfsmittel eingeordnet.
Die Richtlinienreihe VDI 2700 zur Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen bietet technische Grundlagen und anwendungsbezogene Blätter. Welches Blatt relevant ist, hängt von Fahrzeug, Ladegut und Sicherungsmittel ab. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität, früher Bundesamt für Güterverkehr, verweist im Zusammenhang mit den Rechtsvorschriften zur Ladungssicherung auf § 22 StVO und weiterführende Fachinformationen. Diese Quellen ersetzen keine konkrete Sicherungsberechnung oder betriebliche Gefährdungsbeurteilung.
Passendes Zubehör für unterschiedliche Ladeeinheiten
- Aufsatzrahmen: Ein Kunststoff-Aufsatzrahmen 1200×800 mm kann seitlichen Schutz und eine definierte Behälterhöhe schaffen. Vor der Kombination mit der leichten 10016 müssen Auflage, Randgeometrie, Gesamtgewicht, Stapelung und dynamische Beanspruchung geprüft werden.
- Zwischenlagen: Kunststoff-Trennlagen können Kartons, Säcke, Gebinde oder Flaschenlagen separieren, Reibung beeinflussen und die Auflage verteilen. Materialstärke, Oberfläche und Format sind auf Ware und Sicherungskonzept abzustimmen.
- Palettenkeile: Für Rollen, Trommeln, Fässer oder zylindrische Güter können Kunststoff-Palettenkeile zur Ladungssicherung das Verrollen begrenzen. Auflegekeile müssen zur Deckgeometrie passen und in das Gesamtkonzept aus Formschluss, Reibung und Zurrung eingebunden werden.
- Lagerprismen: Lagerprismen für Rohre, Wellen und Rundstäbe unterstützen eine definierte V-Auflage. Sie sind besonders für längliche oder runde Bauteile interessant, müssen aber gegen Verschieben gesichert und hinsichtlich Punktlasten mit der Palette abgestimmt werden.
Der optionale Rand der Palette kann das Positionieren geeigneter Verpackungen unterstützen, ist jedoch keine eigenständige Sicherung gegen Verrutschen oder Kippen. Auch Stretchfolie oder Umreifung allein genügt nicht in jedem Fall. Entscheidend ist, dass die komplette Ladeeinheit die zu erwartenden Kräfte des jeweiligen Transportwegs aufnehmen kann.
Branchenverzeichnis: Wo und wie die Palette 10016 eingesetzt wird
Exportlogistik und Spedition
Speditionen, Verpackungsdienstleister und Exportabteilungen nutzen leichte Kunststoffpaletten für Sendungen, bei denen der Ladungsträger am Ziel verbleibt oder eine Rückführung unklar ist. Die 10016 eignet sich für verpackte Industriewaren bis zur bestätigten dynamischen Traglast. Ihr Vorteil liegt in geringem Eigengewicht, standardisiertem Grundmaß und entfallender ISPM-15-Behandlung der Kunststoffpalette. Vor Versand sind Zielland, Umschlagart und Sicherung zu prüfen.
Luftfracht und zeitkritische Lieferketten
Bei Luftfracht, Ersatzteillogistik und Expresssendungen kann jedes Kilogramm Verpackungsgewicht die Kosten beeinflussen. Die Palette wird hier als leichter Basisträger für Kartons, Kisten, Behälter oder verpackte Baugruppen eingesetzt. Airlines und Luftfrachtabfertiger können eigene Vorgaben zu Kontur, Überstand, Sicherung und Annahme haben. Die Ladeeinheit sollte deshalb vorab mit dem Dienstleister abgestimmt werden.
Seefracht und Containerlogistik
In Containern und internationalen Seeverkehren ist die Feuchtigkeitsbeständigkeit von Kunststoff vorteilhaft. Die Palette quillt nicht wie Holz auf und benötigt selbst keine ISPM-15-Holzbehandlung. Sie schützt die Ware jedoch nicht automatisch vor Kondenswasser, Korrosion oder Containerbewegungen. Klimaschutz, Stauung, Zwischenräume und Sicherung bleiben Bestandteile des Verpackungskonzeptes.
Maschinenbau und industrielle Zulieferung
Im Maschinenbau kann die 10016 für verpackte Ersatzteile, Baugruppen, Kunststoffteile, Armaturen oder leichte bis mittelschwere Komponenten verwendet werden. Bei Metallteilen mit kleinen Auflageflächen sind Zwischenlagen oder Lastverteilplatten sinnvoll zu prüfen. Scharfkantige Teile dürfen nicht ungeschützt auf dem Deck stehen. Für schwere Maschinenfüße oder dauerhafte Regallagerung ist eine stärker dimensionierte Palette meist geeigneter.
Automotive und Serienversorgung
Automobilzulieferer können die Palette für exportierte Kartonware, Kunststoffbehälter, Ersatzteile oder nicht rückgeführte Versorgungsströme nutzen. In wiederkehrenden Werkskreisläufen ist dagegen zu prüfen, ob eine robuste Mehrwegpalette wirtschaftlicher ist. Fördertechnik, KLT-Anordnung, Scanner, Etikettenposition und Stapelbild müssen vor Serienstart getestet werden.
Elektrotechnik, Elektronik und technische Geräte
Für verpackte Elektrokomponenten, Geräte und Baugruppen bietet die Palette eine splitterfreie Basis. Empfindliche Produkte benötigen zusätzlich geeignete Polsterung, Feuchte- und gegebenenfalls ESD-Schutzmaßnahmen. Aus dem Material Polyethylen folgt keine automatische ESD-Eignung. Elektronische Ware sollte deshalb nur mit dem dafür freigegebenen Verpackungssystem versendet werden.
Handel, E-Commerce und Fulfilment
Distributionszentren können die 10016 für konsolidierte Kartonsendungen, Aktionsware oder grenzüberschreitende Lieferungen einsetzen. Nestbare Leergutstapel sparen Fläche in der Versandzone. Wichtig sind ein ebenes Stapelbild, tragfähige Kartonagen, begrenzte Überstände und eine Sicherung, die häufige Umschläge im Hub-and-Spoke-Netz berücksichtigt.
Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Die Kunststoffpalette kann für verpackte Lebensmittel, Getränkekartons, Dosen, Flaschen in Umverpackungen oder trockene Verpackungsmaterialien geprüft werden. Sie ist jedoch keine ausgewiesene Hygienepalette und aus den vorliegenden Produktdaten ergibt sich keine pauschale Freigabe für direkten Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln. Reinigungsfähigkeit, Materialkonformität und betriebliche Hygienevorgaben sind separat zu bewerten.
Chemie, Kosmetik und verpackte Gebinde
Für dicht verschlossene, verpackte Produkte kann die feuchtigkeitsunempfindliche Palette eine praktische Exportbasis sein. Chemische Beständigkeit und Leckagerisiko müssen produktspezifisch geprüft werden. Bei Gefahrstoffen gelten zusätzliche Vorschriften; erforderliche Auffangsysteme, Kennzeichnung und zugelassene Verpackungen werden durch die Palette nicht ersetzt.
Rollen-, Rohr- und Langgutlogistik
Runde Güter dürfen nicht lose auf einer Palette liegen. Für kleinere Rollen, Wellen oder Rohrabschnitte können passende Keile oder Lagerprismen eine definierte Auflage schaffen. Dabei sind die entstehenden Punktlasten, die Befestigung der Hilfsmittel und die Sicherung gegen Verrollen zu bewerten. Für schwere Coils oder große Rohrbündel ist häufig eine speziell ausgelegte Coil- oder Sonderpalette die bessere Lösung.
Unterschied zur leichteren Kunststoffpalette 10015U
Die Kunststoffpalette 10015U besitzt ebenfalls das Maß 1200 x 800 x 140 mm und eine statische Traglast von 2.500 kg, wiegt jedoch 4,6 kg und ist mit 1.000 kg dynamischer Traglast angegeben. Die 10016 wiegt 1,2 kg mehr, bietet dafür 200 kg zusätzliche dynamische Traglast. Wer konsequent das niedrigste Verpackungsgewicht benötigt und maximal 1.000 kg bewegt, kann die 10015U prüfen. Wer mehr Reserve im bewegten Zustand benötigt, findet in der 10016 die passendere Leichtpalette.
Die Entscheidung sollte nicht nur anhand des Maximalgewichts fallen. Reale Lastverteilung, Verpackungsart, Umschlaghäufigkeit und Sicherheitsreserve sind ebenso wichtig. Für Regallagerung oder besonders hohe Dauernutzung sollte eine dafür ausgewiesene Mehrweg- oder Schwerlastpalette gewählt werden.
Wichtige Angaben für Angebot und technische Prüfung
Für eine belastbare Auswahl sollten bei der Anfrage Artikel 10016, Stückzahl, Lieferort, Ladegewicht, Abmessungen der Ware, Schwerpunkt, Punktlasten, Verpackungsart, Transportmittel, Zielländer, eingesetzte Stapler oder Hubwagen, Fördertechnik, gewünschte Nest- beziehungsweise Stapelhöhe und benötigtes Zubehör genannt werden. Bei Rollen, Fässern oder Langgut sind Durchmesser, Länge und gewünschte Fixierung wichtig. Bei Aufsatzrahmen muss zusätzlich geklärt werden, ob Rand, Auflage und Gesamtlast kompatibel sind.
FAQ zur Kunststoffpalette 1200×800 mm 10016
Wie hoch ist die Traglast der Kunststoffpalette 10016?
Die statische Traglast beträgt 2.500 kg, die dynamische Traglast 1.200 kg. Die Werte setzen geeignete Lastverteilung und Einsatzbedingungen voraus. Eine Regaltraglast ist nicht angegeben.
Ist die Palette für Palettenregale geeignet?
Eine allgemeine Regaleignung ist nicht bestätigt. Da keine Regaltraglast angegeben ist, darf die statische Traglast nicht auf eine Lagerung auf zwei Regalholmen übertragen werden. Für Regaleinsatz ist eine technische Freigabe oder eine Palette mit ausgewiesener Regaltraglast erforderlich.
Was bedeutet nestbar?
Nestbar bedeutet, dass leere Paletten in der vorgesehenen Konfiguration teilweise ineinandergestellt werden können. Dadurch reduziert sich die Höhe des Leerstapels. Die konkrete Nesthöhe und zulässige Stapelmenge sollten für die bestellte Ausführung angefragt werden.
Braucht die Kunststoffpalette eine ISPM-15-Behandlung?
Nein, die Kunststoffpalette selbst benötigt keine ISPM-15-Behandlung für Rohholzverpackungen. Enthält die vollständige Verpackung zusätzliche Rohholzkomponenten, müssen diese gesondert bewertet werden. Weitere Exportvorgaben können unabhängig davon gelten.
Kann die Palette mehrfach verwendet werden?
Eine erneute Verwendung kann möglich sein, wenn die Palette unbeschädigt, sauber und für die nächste Last geeignet ist. Die Bezeichnung Einwegpalette beschreibt den vorgesehenen Logistikprozess, nicht zwingend eine technisch garantierte Einmalnutzung. Eine feste Umlaufzahl ist nicht angegeben.
Kann die 10016 mit einem Hubwagen bewegt werden?
Das hängt vom konkreten Hubwagen, der Unterfahrhöhe, Rollenposition und Kufenanordnung ab. Vor einem Serieneinsatz sollte die Kompatibilität mit dem vorhandenen Gerät praktisch geprüft werden.
Ist die Palette für Luftfracht geeignet?
Das geringe Eigengewicht macht sie grundsätzlich interessant für Luftfrachtsendungen. Die Annahme hängt jedoch von Ladeeinheit, Kontur, Sicherung und Vorgaben des jeweiligen Luftfrachtpartners ab. Eine pauschale Airline-Zulassung ist nicht Bestandteil der Produktdaten.
Kann ein Aufsatzrahmen verwendet werden?
Ein Aufsatzrahmen im Format 1200 x 800 mm kann grundsätzlich als Zubehör geprüft werden. Entscheidend sind Auflagegeometrie, Rand, Gesamtgewicht, Stapelung und dynamische Belastung. Die Kombination muss für den konkreten Prozess freigegeben sein.
Ist die Palette für Rollen oder Fässer geeignet?
Runde Güter benötigen eine Sicherung gegen Verrollen. Passende Palettenkeile oder Lagerprismen können Bestandteil der Lösung sein. Punktlasten, Befestigung und zusätzliche Zurrung sind dabei zu berücksichtigen.
Welche Variante ist leichter: 10016 oder 10015U?
Die 10015U ist mit 4,6 kg um 1,2 kg leichter. Die 10016 bietet dafür mit 1.200 kg eine um 200 kg höhere dynamische Traglast. Beide Varianten besitzen eine statische Traglast von 2.500 kg.
Allgemeine FAQ zu Kunststoffpaletten und ihren Vorteilen
Was ist eine Kunststoffpalette?
Eine Kunststoffpalette ist ein Ladungsträger aus Kunststoff, der Waren zu einer transportierbaren Ladeeinheit zusammenfasst. Je nach Konstruktion gibt es leichte Exportpaletten, nestbare Paletten, Mehrwegpaletten, Hygienepaletten, Kufenpaletten, Regalpaletten und Schwerlastpaletten.
Welche Vorteile haben Kunststoffpaletten gegenüber Holzpaletten?
Kunststoffpaletten sind splitterfrei, enthalten keine Nägel, nehmen Feuchtigkeit nicht wie Holz auf und besitzen eine reproduzierbare Geometrie. Viele Modelle sind gut zu reinigen und für wiederkehrende Prozesse geeignet. Gewicht, Traglast, Preis und Reparierbarkeit unterscheiden sich jedoch je nach Modell und Anwendung.
Sind Kunststoffpaletten immer leichter als Holzpaletten?
Nein. Leichte Exportpaletten können deutlich leichter sein, robuste Mehrweg- oder Hygienepaletten können dagegen ähnlich schwer oder schwerer als manche Holzpaletten ausfallen. Verglichen werden sollten Paletten derselben Traglast- und Anwendungsklasse.
Sind Kunststoffpaletten automatisch hygienisch?
Nein. Kunststoff bietet Vorteile bei Feuchtigkeit und Splitterfreiheit, doch die Konstruktion entscheidet über Reinigbarkeit und Hygiene. Offene Leichtpaletten, Semi-Hygienepaletten und vollständig geschlossene Hygienepaletten erfüllen unterschiedliche Anforderungen. Eine Palette allein ersetzt kein Hygiene- oder HACCP-Konzept.
Sind Kunststoffpaletten für Lebensmittel geeignet?
Für verpackte Lebensmittel können viele Kunststoffpaletten geeignet sein. Direkter Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln erfordert jedoch produktspezifische Material- und Konformitätsnachweise. Aus der Bezeichnung Kunststoffpalette darf keine allgemeine Food-Grade-Freigabe abgeleitet werden.
Wie unterscheiden sich statische, dynamische und Regaltraglast?
Statische Traglast gilt bei ruhender, ausreichend abgestützter Palette. Dynamische Traglast gilt während der Bewegung mit geeigneter Flurfördertechnik. Regaltraglast gilt bei definierter Auflage im Regal. Die Werte sind nicht austauschbar und gelten nur unter den jeweils vorgesehenen Bedingungen.
Wie lange hält eine Kunststoffpalette?
Die Nutzungsdauer hängt von Konstruktion, Material, Belastung, Temperatur, UV-Einwirkung, Chemikalien, Umschlaghäufigkeit und Handhabung ab. Eine pauschale Lebensdauer ist nicht seriös. Regelmäßige Sichtkontrollen und das Aussortieren beschädigter Paletten sind Bestandteil eines sicheren Palettenmanagements.
Können Kunststoffpaletten recycelt werden?
Viele Kunststoffpaletten können am Ende ihrer Nutzung werkstofflich verwertet werden, sofern Material, Verschmutzung und regionale Verwertungswege dies zulassen. Eine pauschale Aussage zur vollständigen Recyclingfähigkeit sollte nur mit konkreten Rücknahme- oder Materialinformationen getroffen werden.
Welche Kunststoffpalette ist für Export am besten?
Die passende Exportpalette richtet sich nach Ladegewicht, Punktlasten, Transportart, Zielland, gewünschtem Eigengewicht, Rückführung und Sicherung. Leichte Nestpaletten sind für nicht rückgeführte Sendungen interessant; robuste Mehrwegpaletten sind bei häufigen Umläufen oft wirtschaftlicher.
Welche Angaben werden für die Auswahl benötigt?
Benötigt werden mindestens Warengewicht, Lastverteilung, Verpackungsmaße, Transportmittel, Lagerart, Flurfördertechnik, Temperaturbereich, Zielland und gewünschte Nutzung als Einweg- oder Mehrweglösung. Bei Regalen, Förderanlagen oder Sondergütern sind zusätzliche technische Daten erforderlich.
Kunststoffpalette 10016 anfragen
Sie benötigen eine leichte Kunststoffpalette 1200×800 mm für Export, Versand oder internationale Logistik? Senden Sie Ihre Anfrage mit Stückzahl, Ladegewicht, Anwendung und gewünschtem Zubehör über den Kontaktbereich von Plastic Union. So kann geprüft werden, ob die 10016 oder eine andere Export-, Mehrweg- beziehungsweise Spezialpalette besser zu Ihrem Prozess passt.





